Freie Lehrstellen für (fast) alle Bewerber in Sachsen
Chemnitz - Positive Nachrichten vom Ausbildungsmarkt in Sachsen: Rein rechnerisch bestehen gute Chancen für Jugendliche, dass sie eine Lehrstelle finden und im Spätsommer erfolgreich ins Berufsleben starten. "Ich freue mich, dass die sächsischen Betriebe trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten weiter auf Ausbildung setzen", sagte am Mittwoch Klaus-Peter Hansen (64), Sachsens Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA).
Er zog zufrieden Halbjahresbilanz: Im März standen für die rund 9700 noch suchenden Jugendlichen etwa 9600 offene Lehrstellen bereit. Für das kommende Ausbildungsjahr (beginnt Oktober) registrierte die BA insgesamt 14.066 Bewerber und 15.391 Berufsausbildungsstellen.
Dabei decken sich die Top 10 der Wünsche aktuell nahezu mit den Top 10 des Lehrstellenangebots.
Die beliebtesten Berufe sind nach wie vor: Verkäufer, Kfz-Mechatroniker, Kaufmann für Büromanagement, Kaufmann im Einzelhandel und Fachlagerist. Zu den sogenannten Chancen-Berufen (mehr Stellen als Bewerber) gehören Fleisch-Fachverkäufer, Beton- und Stahlbetonbauer, Fachwirt Handel.
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Zwei Trends zeichnen sich ab: Der Anteil angehender Azubis mit Migrationsgeschichte steigt (aktuell insgesamt 2 000 Personen). Zudem stellen sich die Unternehmen diverser auf. Als Azubis für vermeintliche "Männerberufe" werden auch gern Mädchen eingestellt.
Hansen mahnt: "Wer heute keinen Berufsabschluss besitzt, dessen Risiko steigt um ein Vielfaches, arbeitslos zu werden."
Titelfoto: IMAGO/Funke Foto Services