Frühling im Freistaat: Ein Blumenstrauß aus Zahlen
Dresden - Der Frühling ist meteorologisch wie auch kalendarisch begangen, die Uhren wurden vorgedreht, und Ostern ist auch schon herangeeilt. Es ist also höchste Zeit, den Frühling in Sachsen mit einem bunten Blumenstrauß aus Zahlen zu begrüßen.
2,06 Millionen
Bunte Balkone und Gärten made in Sachsen: 2,06 Millionen Primeln wurden im Vorjahr von 108 sächsischen Betrieben produziert.
Hinzu kamen 1,99 Millionen Narzissen und 61.000 weitere blühende Zwiebelpflanzen im Topf wie Hyazinthen oder Tulpen. Außerdem wurden auf 0,4 Hektar sächsischem Boden Tulpen in verschiedenen Farben für Schnittblumen angebaut.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
8,7 Grad
8,7 Grad* mild ist das sächsische Frühjahr im Durchschnitt.
Dabei ist aber nicht jeder Frühling gleich. Der kälteste Frühling seit der Wetteraufzeichnung wurde mit 4,6 Grad im Jahr 1883 gemessen. Der wärmste mit 11 Grad liegt hingegen nur zwei Jahre zurück.
159 Millimeter Niederschläge
159 Millimeter* Niederschläge fallen im Durchschnitt in einem Frühling im Freistaat.
Doch auch hier schwanken die Werte sehr. Das Frühjahr 1941 zum Beispiel war das nasseste, mit 305 Millimetern. Das trockenste fiel ins Jahr 1976 mit 87,8 Millimetern, gefolgt vom Jahr 2022 mit 89,5 Millimetern. Auch 2025 war mit 106,1 Millimetern viel zu trocken.
Und auch dieses Frühjahr scheint sich da einzureihen. So fiel im März gerade einmal die Hälfte der sonst üblichen Niederschläge.
520 Stunden Sonne
520 Stunden* scheint die Sonne in einem durchschnittlichen sächsischen Frühling.
Richtig düster erschien da das Jahr 1970 mit nur 360,3 Stunden. Sonnenverwöhnt wurden die Sachsen hingegen 2011 mit 691,4 Stunden. Fast genauso viel (665,3 Stunden) schien die Sonne auch im vergangenen Frühling.
4,9 Millionen Übernachtungen
4,9 Millionen Übernachtungen konnte die sächsische Tourismusbranche 2025 im Frühjahr verbuchen, was einem Anteil von etwa 25 Prozent am gesamten Jahr (19,7 Mio.) ausmachte.
Im März gab es 1,3 Mio., im April 1,65 Mio. und im Mai 1,95 Mio. Übernachtungen. Die Gäste bleiben dabei durchschnittlich 2,4 bis 2,5 Tage.
60.977 Bienenvölker
In Gärten und auf Wiesen summt es wieder - auch dank der 60.977 Bienenvölker von 9223 Imkern, die im Vorjahr fleißig ihren Honig sammelten.
Übrigens: In einem einzigen Bienenvolk können im Frühling circa 10.000 bis 20.000 Bienen leben. Im Sommer verdoppelt und verdreifacht sich diese Zahl sogar noch mal.
200 Vogelarten
Etwa 200 Vogelarten brüten aktuell in Sachsen.
In Wald und Mittelgebirgen des Erzgebirges und Vogtland findet man zum Beispiel Auer- und Birkhühner, Raufuß- und Sperlingskauze sowie Schwarzstörche. Im Offenland und Bergbaufolgelandschaften brüten Baumfalken, Neuntöter, Rohrdommeln, Rotmilane und Wespenbussarde. An Ufern und in Feuchtgebieten nisten Uferschwalben und Eisvögel.
Die häufigsten Vogelarten sind jedoch unsere Singvögel. Zu den zeitigen Brütern zählen hier zum Beispiel Amseln, Spatz, Kleiber und Rotkehlchen, die schon im März beginnen. Erst im April startet die Brutsaison für Blau- und Kohlmeise, Star, Buch- und Grünfink.
155.770 Arbeitslose
155.770 Arbeitslose (März 2025: 150.100) zählte die Agentur für Arbeit in Sachsen im Monat März.
Das waren 1770 Arbeitslose weniger als im Februar, was vor allem auf Maßnahmen der Arbeitsagenturen zurückzuführen ist. Damit sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozent auf 7,2 Prozent. Die sonst übliche Frühjahrsbelebung fiel in Sachsen damit bislang aus.
Zum Vergleich: Im März 2025 waren noch 5670 Menschen weniger arbeitslos.
Wirtschaft: 14 Prozent
Die Frühjahrskonjunktur für Sachsens Wirtschaft bleibt in diesem Jahr scheinbar erneut aus.
Das zeigt auch die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Sachsen zu Jahresbeginn. So erwarten nur 14 Prozent der befragten Unternehmen eine Verbesserung ihrer Lage. Und 24 Prozent rechnen sogar damit, Personal entlassen zu müssen.
105.000 Hektar
Im April und Mai leuchten sächsische Felder in strahlendem Gelb.
Dann blüht der Winterraps, der auf 105.000 Hektar in Sachsen angebaut wird. Damit ist der Freistaat bundesweit das fünftgrößte Rapsanbaugebiet.
*Referenzperiode: 1991–2020
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Westend61, Jan Woitas/dpa