Gaskosten: Entlastung für die Sachsen wird gleich wieder zunichtegemacht

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Von Birgit Zimmermann

Leipzig - Bei den Gasnetzentgelten können die Verbraucher in Sachsen sich auf eine leichte Entlastung einstellen. Der Vorteil wird aber an anderer Stelle komplett zunichtegemacht.

Anders als im bundesweiten Trend können sich die Haushalte in Sachsen zum Jahreswechsel auf eine leichte Entlastung bei den Energiekosten einstellen - zumindest bei den Netzentgelten.
Anders als im bundesweiten Trend können sich die Haushalte in Sachsen zum Jahreswechsel auf eine leichte Entlastung bei den Energiekosten einstellen - zumindest bei den Netzentgelten.  © Jan Woitas/dpa

Die Erleichterung betrifft zunächst die Netzentgelte. Beim Gas gehen diese Kosten etwas zurück, beim Strom bleiben sie nahezu unverändert.

Das ergibt sich aus aktuellen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox auf Basis der bisher veröffentlichten Daten der Verteilnetzbetreiber. Allerdings rechnet das Portal zugleich mit stark steigenden Kosten für das Gas an sich.

Die Gasnetzgebühren sinken 2027 in Sachsen demnach um rund fünf Euro brutto oder 0,7 Prozent auf 741 Euro. Das Niveau ist aber im Freistaat bereits deutlich höher als der Bundesschnitt mit 634 Euro. Deutschlandweit geht Verivox von einem Anstieg um rund drei Prozent oder 19 Euro brutto jährlich aus.

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Berechnet werden die Werte für eine Familie im Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Die Netzentgelte machen rund ein Fünftel des Gaspreises und ein Viertel des Strompreises aus.

Mehrkosten von bis zu 500 Euro für Hausbesitzer

Für einen starken Preisdruck sorgen derweil die seit Beginn des Iran-Kriegs extrem gestiegenen Gas-Großhandelspreise. "Wir erwarten zum Jahreswechsel flächendeckende Preiserhöhungen, in denen die Gasversorger die höheren Beschaffungskosten an ihre Kunden weitergeben", erklärte Energieexperte Thorsten Storck.

Die Erhöhungen würden sich je nach aktuellem Tarif zwischen 10 und 20 Prozent bewegen. Wer ein Einfamilienhaus beheizt, müsse mit Mehrkosten von bis zu 500 Euro rechnen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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