Geburtsstation gerettet, aber nur bis Jahresende
Kamenz - Kurz vor der Schließung der Geburtshilfe am St. Johannes Krankenhaus hat es noch einmal einen Aufschub gegeben: Werdende Mütter können noch bis 31. Dezember in Kamenz entbinden, teilte die Krankenhausleitung mit.
"Der Zuschuss des Landkreises in Höhe von 500.000 Euro deckt das Defizit, das durch den Weiterbetrieb bis zum Jahresende entstehen wird", erläutert Jana Uhlig, Geschäftsführerin der Klinik.
Danach schließen sich die Türen des Kreißsaals aber endgültig.
Das Defizit, das die Abteilung monatlich schreibt, würde die gesamte Zukunft der Einrichtung gefährden, hieß es. Gynäkologische Patientinnen werden zunächst weiterbehandelt.
"Wir müssen aber im Blick behalten, ob es uns bei Aufrechterhaltung beider Fachrichtungen gelingt, die für die Geburtshilfe vorgeschriebenen Bereitschaftsdienste stabil zu besetzen", so Uhlig.
Das sei wichtig für die Sicherheit der Mütter und ihrer Babys und habe daher die höchste Priorität.
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