Grenzübergreifender Großeinsatz: Hier spielen Polizisten die Schleuser

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Von Jakob Anders, Sebastian Münster

Zittau - Trockenübung für den Ernstfall: Polizisten aus Sachsen, von der Bundespolizei sowie Beamte aus Polen und Tschechien probten in Zittau gemeinsam einen grenzübergreifenden Großeinsatz.

Das gespielte Szenario einer Festnahme dient der Zusammenarbeit von deutschen, polnischen und tschechischen Beamten.
Das gespielte Szenario einer Festnahme dient der Zusammenarbeit von deutschen, polnischen und tschechischen Beamten.  © xcitepress/Thomas Baier

Unter Leitung der Polizeidirektion Görlitz spielten fünf Einheiten aus drei Ländern den Zugriff auf eine fiktive Schleusergruppe durch, die Waffen und Geld über Grenzen schmuggelt.

Geübt wurden zwei Szenarien mit Fluchtfahrzeugen und anschließenden Festnahmen, zunächst im tschechischen Hrádek nad Nisou, später auf deutschem Gebiet bei Zittau.

Dabei sollten die fiktiven Schleuser unter anderem eine Kontrollstelle mit ihrem Fahrzeug durchbrechen und über einen "Nagelgurt" fahren: "Straftäter machen an Grenzen keinen Stopp", erklärt der Görlitzer Polizeisprecher Kai Siebenäuger (45) die Aktion.

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Insgesamt waren fünf Polizeieinheiten aus den drei beteiligten Ländern vor Ort. Dabei übernahmen Beamte für diese Übung die Rolle der Täter.

Getestet wurden dabei vor allem rechtliche Grundlagen, Kommunikationswege und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte, die im Alltag bereits in gemeinsamen Streifen im Grenzraum unterwegs sind.

Die gespielte Verfolgungsjagd wird von der Polizei mit dem Ziehen der Dienstwaffe beendet.
Die gespielte Verfolgungsjagd wird von der Polizei mit dem Ziehen der Dienstwaffe beendet.  © xcitepress/Thomas Baier
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Auch der festgenommene Täter wurde bei der Übung von einem Polizisten gespielt.
Auch der festgenommene Täter wurde bei der Übung von einem Polizisten gespielt.  © xcitepress/Thomas Baier

Das sogenannte "Nacheilen" komme "relativ häufig" vor, wenn es um schwerere Delikte wie Gewalttaten oder Aktivitäten von Schleusern gehe, so der Sprecher.

Titelfoto: xcitepress/Thomas Baier

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