Helau! Ostdeutscher Karneval wird sächsisches Kulturerbe

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Von Sebastian Münster

Dresden - Die Karnevalskultur in Ostdeutschland ist in die Landesliste des immateriellen Kulturerbes des Freistaats Sachsen aufgenommen worden. Die ostdeutsche Karnevalstradition reiche zurück bis ins Mittelalter, teilte das Staatsministerium für Kultur und Tourismus in Dresden mit.

Karneval wird in zahlreichen sächsischen Regionen gefeiert, wie etwa in der Faschingshochburg Radeburg oder in der Großstadt Leipzig.
Karneval wird in zahlreichen sächsischen Regionen gefeiert, wie etwa in der Faschingshochburg Radeburg oder in der Großstadt Leipzig.  © Sebastian Willnow/dpa

"Über Generationen hinweg haben engagierte Ehrenamtliche diese besondere Kulturform bewahrt und weiterentwickelt", sagte Barbara Klepsch (60, CDU), Staatsministerin für Kultur und Tourismus.

Heute gibt es demnach etwa 930 Vereine mit 95.000 Mitgliedern in den ostdeutschen Ländern. Auch Thüringen und Brandenburg haben den Karneval bereits auf entsprechende Landeslisten gesetzt.

Die ostdeutschen Karneval-Landesverbände haben zudem unter Federführung Thüringens die Bewerbung "Karneval, Fasching, Fastnacht in Ostdeutschland" zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes auf den Weg gebracht.

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Über die Bewerbung wird die Kulturministerkonferenz der Länder in einer ihrer nächsten Sitzungen entscheiden, so ein Sprecher des sächsischen Ministeriums.

Karneval-Vereine können sich nun für Fördermittel bewerben

Die mögliche finanzielle Unterstützung stößt bei zahlreichen Karnevalisten auf eine positive Resonanz. (Symbolfoto)
Die mögliche finanzielle Unterstützung stößt bei zahlreichen Karnevalisten auf eine positive Resonanz. (Symbolfoto)  © 123RF/ovanes81

Für die sächsischen Karnevals- und Faschingsvereine bedeutet die Aufnahme auf die Liste des Freistaats zunächst einmal Anerkennung, so Jörg Weiser, Präsident des Verbandes Sächsischer Carneval.

"Wir fühlen uns geehrt und gewertschätzt". Die Karnevalsvereine seien nicht nur Brauchtum und Kultur, sie leisteten auch Jugendarbeit und engagierten sich sozial, so Weiser.

Es bestehe für die Vereine nun auch die Möglichkeit, sich um Mittel zur Kulturförderung zu bewerben, die den Karnevalisten bislang verwehrt geblieben sind.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa

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