Hochwasserschutz an Mulde auf Zielgerade: Vollsperrung für Bau von Schutzwand
Döbeln - In der Döbelner Altstadt (Landkreis Mittelsachsen) haben in dieser Woche weitere Bauarbeiten am rechten Ufer der Freiberger Mulde begonnen. In den nächsten rund anderthalb Jahren wird eine mehr als 400 Meter lange Hochwasserschutzwand gebaut. Doch dafür sind Sperrungen nötig.
Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilt, wird die Schutzwand auf 425 Metern Länge zwischen Oberbrücke und Breitscheidsteg gebaut. Die Wand bindet eine vorhandene, 175 Meter lange Stützmauer aus Felsengestein ein.
"Gebaut wird eine Stahlbetonwand, die auf Bohrpfählen gegründet und mit Natursteinen verblendet wird. Dafür sind Erdbauarbeiten, Spezialtiefbauarbeiten sowie Beton- und Stahlbetonarbeiten nötig", so eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung. Bevor mit den Arbeiten gestartet werden konnte, mussten Leitungen aus dem Baubereich verlegt werden.
Für die Bauarbeiten muss die Staupitzstraße während des gesamten Zeitraums gesperrt werden. Auch der Muldenradweg ist von den Maßnahmen betroffen, eine Umleitung wurde eingerichtet. Eine Baustraße für den Abschnitt verläuft in der Mulde.
Der Bauabschnitt soll im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein und kostet rund 6,25 Millionen Euro, die vom Freistaat und aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kommen.
Baumaßnahmen an Hochwasserschutz laufen seit 17 Jahren
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Das Vorhaben ist Teil der Döbelner Hochwasserschutzanlagen. Der Bau am Hochwasserschutz der Muldenstadt läuft bereits seit 2009. Das Vorhaben gliedert sich in 21 Bauabschnitte und soll 2028 abgeschlossen sein. Insgesamt werden in den Schutz der Stadt vor Hochwasser rund 95 Millionen Euro investiert.
Derzeit wird eine weitere Schutzwand an der Wappenhenschanlage gebaut. Diese soll ebenfalls 2028 fertig sein. Bis dahin sind zudem Hochwasserschutzanlagen an den Färberhäusern und den Klostergärten geplant.
Titelfoto: Landestalsperrenverwaltung Sachsen / suedraumfoto
