Endspurt beim Hochwasserschutz an Mulde: Letzter Bauabschnitt gestartet
Döbeln - Nach rund drei Jahren ist an der Wappenhenschanlage an der Freiberger Mulde in Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) der letzte Bauabschnitt gestartet. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.
Im finalen Bauabschnitt soll am rechten Ufer der Mulde zwischen der Brücke Schillerstraße und der Oberbrücke eine Hochwasserschutzwand entstehen. Der Stahlbeton-Hochwasserschutz wird 532 Meter lang sein.
Für die Wand werden rund 350 Mikrobohrpfähle installiert, die aus Stahl und Zementleim bestehen. "Für die Entwässerung des Hinterlandes sind drei Anlagen mit Ein- und Auslaufbauwerk geplant", so eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung.
Am Amselgrundbach und am Regenrückhaltebecken an der Oschatzer Straße sind im Kreuzungsbereich neue Leitungen sowie Schiebeschächte geplant. Die Fußgängerbrücke der Oberbrücke wird abgerissen und durch eine angepasste Treppe ersetzt.
Die Bauarbeiten an dem Hochwasserschutz werden etwa zwei Jahre bis 2028 dauern und rund 4,5 Millionen Euro kosten.
Schon zwei Bauabschnitte fertiggestellt
An der Wappenhenschanlage, einer Parkanlage in Döbeln, die nach einem Ehrenbürger benannt wurde, wird schon seit 2023 gebaut. Die Arbeiten starteten am Bauabschnitt 2 an der Schiffsbrücke und der Brücke Schillerstraße. Dieser Abschnitt wurde 2025 fertiggestellt. Danach wurde zwischen Thielestraße und dem Verteilerwehr bis Mai 2026 der dritte Bauabschnitt gebaut. Zum Abschluss kommt nun der eigentlich erste Bauabschnitt dran.
Für den Hochwasserschutz an der Wappenhenschanlage werden insgesamt rund zehn Millionen Euro veranschlagt. Die Mittel dafür kommen laut Landestalsperrenverwaltung vom Freistaat und der EU (EFRE-Mittel).
Die Bauarbeiten am Hochwasserschutz in Döbeln laufen aber schon viel länger. Seit 2009 wird in 21 Abschnitten gebaut, die bis 2028 fertiggestellt werden sollen. Geplant sind noch Schutzanlagen an den Färberhäusern, in der Altstadt und an den Klostergärten. Das wird insgesamt rund 95 Millionen Euro kosten.
Titelfoto: LTV - John-Philipp Müller
