Hohe Kosten lassen weniger Neubauten in Sachsen zu
Dresden - Der Neubau bleibt bei den sächsischen Wohnungsverbänden zunehmend auf der Strecke. Verantwortlich sind auch steigende Baukosten, sagen die Verbände der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie der Genossenschaften.
Damit gerate bezahlbares Wohnen im Freistaat unter Druck, so der einheitliche Tenor. "Die Baupreise steigen zwar langsamer als in den Vorjahren, dennoch führen höhere Investitionen real zu immer geringeren Bauleistungen", erklärte Mirjam Philipp (60) vom Genossenschaftsverband (VSWG).
Von den Gesamtinvestitionen in Höhe von 623,4 Millionen Euro im Jahr 2025 verwendeten die 199 VSWG-Mitgliedsunternehmen gerade einmal 42,5 Millionen Euro auf den Neubau. Damit konnten lediglich 176 Wohnungen neu gebaut werden.
Etwas besser waren die Zahlen beim Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Sachsen (vdw). Hier stehen 762 Wohnungen (2025) genau 719 Fertigstellungen (2024) gegenüber.
Trotz des Preisdrucks konnten die sozial orientierten Wohnungsunternehmen die Mietpreise einigermaßen stabil halten.
Die Nettokaltmieten stiegen im Schnitt um 13 Cent auf 5,57 Euro pro Quadratmeter (VSWG) oder um 16 Cent auf 5,66 Euro (vdw). Damit das so bleibt, fordern die Verbände langfristige und verlässliche Förderprogramme.
Titelfoto: Ove Landgraf
