Immer weniger Arbeit in Ostdeutschland: Sachsen allein verliert 15.000 Arbeitsplätze

Von Birgit Zimmermann

Kamenz - In Sachsen sind im vergangenen Jahr rund 15.000 Jobs verloren gegangen. Wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte, hatten im Jahresdurchschnitt 2,049 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz im Freistaat - 0,7 Prozent weniger als 2024.

Insbesondere das verarbeitende Gewerbe ist von dem herben Abbau von Jobs betroffen. (Symbolbild)
Insbesondere das verarbeitende Gewerbe ist von dem herben Abbau von Jobs betroffen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Welche Branchen waren besonders betroffen? Und wie steht der Freistaat im Bundesländervergleich da?

Die sinkenden Zahlen der Erwerbstätigen sind nach Angaben des Statistikamtes ein Ausdruck der schwachen Konjunktur. Auch 2024 hatte es bereits einen Rückgang gegeben. Er fiel mit 0,3 Prozent aber nicht ganz so stark aus. In den Jahren davor waren mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 jeweils Zuwächse verzeichnet worden.

Der Jobabbau zog sich durch fast alle Branchen. Im produzierenden Gewerbe wurden rund 8300 weniger Erwerbstätige gezählt, im verarbeitenden Gewerbe 8800 weniger und auf dem Bau rund 2700 weniger. Im Handel und Gastgewerbe gingen rund 3500 Jobs verloren.

Besonders ärgerlicher Grund: Deshalb fahren trilex-Züge mit weniger Sitzplätzen
Sachsen Besonders ärgerlicher Grund: Deshalb fahren trilex-Züge mit weniger Sitzplätzen

Zuwächse gab es lediglich im Bereich Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit mit rund 6000 Erwerbstätigen mehr.

Alle Ost-Bundesländer verzeichnen Rückgang

Während über Gesamtdeutschland gesehen die Zahl der Erwerbstätigen praktisch unverändert blieb, verzeichneten alle fünf Ost-Bundesländer Rückgänge. Auch Berlin wies ein Minus von 0,1 Prozent aus. Prozentual verzeichnete Thüringen mit minus 1,1 Prozent den stärksten Verlust von Arbeitsplätzen.

In absoluten Zahlen seien die reichlich 15.000 weniger Erwerbstätigen in Sachsen jedoch der höchste Wert aller Bundesländer, teilte das Statistische Landesamt mit.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Sachsen: