Internationaler Tag des Wassers! Das sind die schönsten Frühlingsausflüge "ins Blaue"

Dresden - Am Sonntag (22. März) ist weltweit der "Tag des Wassers". In Sachsen nehmen zwei Prozent der Landesfläche Gewässer ein. Der Freistaat ist vor allem durch große Flüsse wie Elbe, Mulde, Spree und Neiße geprägt, aber auch durch zahlreiche Talsperren sowie weitläufige Seen infolge des Tagebaus. Diese imposanten Wasserlandschaften kann man zu Fuß, mit dem Rad oder per Boot entdecken. Wie wäre es zum Frühlingsbeginn zum Beispiel mit diesen fünf schönen Wasser-Wanderrouten?

Da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt, sind Baden und Wassersport verboten.
Da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt, sind Baden und Wassersport verboten.  © imago images/Shotshop

Wanderweg Talsperre Muldenberg

Auf knapp neun Kilometern kann man in etwa zweieinhalb Stunden einmal die komplette Trinkwassertalsperre Muldenberg (bei Schöneck) umrunden und dabei den Blick über Wiesen, Wälder und den glitzernden See schweifen lassen.

Der Weg führt von Muldenberg ausgehend - Parkplätze befinden sich in der Nähe der Staumauer - über die beiden Wegedämme an den neu errichteten Vorsperren sowie über die mit 525 Metern längste Bruchsteinmauer in Sachsen, die von 2001 bis 2007 saniert wurde. Diese ist Teil des Staudamms, der das Wasser am Zusammenfluss von Saubach, Roter und Weißer Mulde staut. Achtung: Da es sich um eine Trinkwassertalsperre handelt, sind Baden und Wassersport verboten!

Treffpunkte der Rechtsextremen in Sachsen: "Null Bock gegen rechts"-Haltung im Ministerium?
Sachsen Treffpunkte der Rechtsextremen in Sachsen: "Null Bock gegen rechts"-Haltung im Ministerium?

Tipp: Zum Weltwassertag findet an der Talsperre Gottleuba anlässlich ihres 50. Geburtstags ein Tag der offenen Tür (10-15 Uhr) statt. Dann werden die Staumauer und die Mauerkrone für einen exklusiven Blick hinter die Kulissen geöffnet.

Am Sonntag ist weltweit der "Tag des Wassers". (Symbolfoto)
Am Sonntag ist weltweit der "Tag des Wassers". (Symbolfoto)  © imago/Westend61
Dein tägliches News-Update

Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich. Bitte bestätige die E-Mail, die wir dir gesendet haben.

Kirnitzschklamm

Die Kirnitzschklamm ist eine malerische Schlucht im Elbsandsteingebirge.
Die Kirnitzschklamm ist eine malerische Schlucht im Elbsandsteingebirge.  © IMAGO/Depositphotos

Die Kirnitzschklamm ist eine malerische Schlucht im Sächsischen Elbsandsteingebirge, die man schon seit 1879 eindrucksvoll per Boot (einfache Fahrt 9 Euro, erm. 7 Euro) erleben kann. Hin und zurück kommt man über verschiedene Wanderwege. Eine beliebte Rundwanderung startet am Parkplatz Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf. Der Weg führt über den Hohweg (blauer Strich) vorbei an der Dachshöhle, bis man in circa 45 Minuten die Obere Schleuse erreicht.

Von hier verkehren zwischen Ostern und Ende Oktober die Kähne auf der Kirnitzsch. Während der etwa 20-minütigen Fahrt durch die 700 Meter lange Schlucht kann man seltene Pflanzen und bizarre Felsformationen mit fantasievollen Namen wie Berggeist, Krokodil, Frosch oder Schaf entdecken. Außerhalb der Saison kann man den parallel zur Kirnitzsch verlaufenden Wanderweg wählen.

Zurück geht es am einfachsten über den gut befestigten Forstweg vorbei am Wettinplatz. Anstrengender ist die Route durch eine enge Felsspalte zum Herrmannseck. Eine noch größere Runde kann man über den Königsplatz ziehen.

Autofahrer rast auf Polizisten zu, dann fällt ein Schuss: 49-Jähriger flüchtet
Sachsen Autofahrer rast auf Polizisten zu, dann fällt ein Schuss: 49-Jähriger flüchtet

Polenztal

Bis in den April hinein erblühen die weißen, glockenförmigen Blüten der Märzenbecher in großer Zahl im Polenztal, einem wildromantischen Flusstal in der Sächsischen Schweiz, und bedecken teils ganze Wiesen. Doch weil ihre Zahl in den vergangenen Jahren stetig abnimmt, sollte man sich dieses Naturspektakel jetzt nicht entgehen lassen. So kann man zum Beispiel auf der Runde von Heeselicht auf etwa neun Kilometern (2-3 Stunden) immer wieder Märzenbecher erspähen.

Der Weg führt von der Heeselichtmühle über den Polenzwanderweg zur Scheibenmühle, wo man die Brücke über die Polenz überquert und dann entlang des Flusses durchs Tal bis zur Bockmühle und dann wieder zum Ausgangspunkt wandert.

Auf der Runde von Heeselicht kann man immer wieder Märzenbecher erspähen.
Auf der Runde von Heeselicht kann man immer wieder Märzenbecher erspähen.  © Dresden

Zschopautal

Die Rundwanderung entlang der "Via Mala" gilt als eine der schönsten durchs Zschopautal.
Die Rundwanderung entlang der "Via Mala" gilt als eine der schönsten durchs Zschopautal.  © Kristin Schmidt

Die Rundwanderung entlang der "Via Mala" gilt als eine der schönsten durchs Zschopautal. Die Route (gelbe Markierung) beginnt an der Steinbogenbrücke in Zschopau und führt Richtung Schloss Wildeck bis zur Bodemerkanzel, die einen guten Blick über Fluss und Stadt bietet. Weiter geht es entlang eines Waldpfades bis zum Abzweig zur "Via Mala".

Diesem schmalen, spektakulären Wandersteig folgt man bis hinunter ins Zschopautal. Links biegt man dann auf den Uferweg ab, der immer entlang der Zschopau am Rastplatz Stülpnerbrunnen und am Bodemerwehr vorbeiführt. Schließlich überquert man eine kleine Holzbrücke. Für die knapp sechs Kilometer lange Tour sollte man etwa zwei Stunden einplanen.

Oberlausitzer Spreeradweg

Auf 410 Kilometern führt der Spreeradweg - meist dem Lauf des Flusses folgend - von der Oberlausitz bis in die deutsche Hauptstadt Berlin. Unterwegs durchradelt man verschiedene Landschaften. Zu den schönsten gehört die vielfältige Landschaft in der Oberlausitz, wo die Spree gleich aus drei Quellen entspringt. Auf einer etwa elf Kilometer langen Runde kann man diese in circa einer Stunde erkunden.

Startpunkt ist nahe der Quelle in Kottmar (Parkplatz Bierweg). Von hier geht es weiter durch Walddorf und Eibau bis nach Neugersdorf (Volksbadstraße) und Ebersbach (Am Spreeborn) und wieder zurück.

Der Spreeradweg geht von der Oberlausitz bis nach Berlin.
Der Spreeradweg geht von der Oberlausitz bis nach Berlin.  © imago/Hanke

Was ist der Weltwassertag?

Der UN-Gedenktag findet seit 1993 jährlich am 22. März statt und soll das UN-Nachhaltigkeitsziel "Wasser und Sanitärversorgung für alle" unterstützen. Denn noch immer haben 2,1 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, weshalb der diesjährige Tag des Wassers unter dem Motto "Wasser und Geschlecht" steht.

Titelfoto: Montage: Kristin Schmidt, imago images/Shotshop, IMAGO/Westend61, IMAGO/Depositphotos, Dresden

Mehr zum Thema Sachsen: