Kein Glück mit dem Nachwuchs: Schornsteinfeger werden knapp
Dresden - Sachsen gehen die Schornsteinfeger aus. Von 320 Kehrbezirken sind derzeit gerade einmal 290 besetzt. Damit die Situation weiter beherrschbar bleibt, hat der Gesetzgeber nun die Bestimmungen gelockert.
Konkret geht es um die Bezirksschornsteinfeger, die die zweimal aller sieben Jahre vorgeschriebene Feuerstättenschau durchführen dürfen und damit bescheinigen, dass Öfen und Heizungen zwar vorschriftsmäßig brennen, aber eben nicht brandgefährlich sind.
Künftig darf die Prüfung auch von sogenannten Meistergesellen oder angestellten Schornsteinfegern mit entsprechender Befähigung durchgeführt werden. Bisher war dazu eine Selbstständigkeit Voraussetzung.
Zudem wird auch die Altersbeschränkung gelockert, heißt: Bezirksschornsteinfeger dürfen auch über das 67. Lebensjahr hinaus die vorgeschriebenen Prüfungen durchführen.
Ursache für die unbesetzten Bezirke, so die Landesdirektion, ist der Fachkräftemangel. Der hatte bereits dafür gesorgt, dass das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz schon einmal gelockert, Kehrbezirke aufgeteilt und eine Vertretung durch benachbarte Bezirksschornsteinfegermeister angeordnet wurde.
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