Keine Züge nach Altenberg: So lange soll Reparatur der Müglitztalbahn dauern

Glashütte - Es war bereits absehbar, jetzt steht es offiziell fest: Nach der Entgleisung eines Triebwagens wird die Sperrung der Müglitztalbahn bei Glashütte noch mehrere Wochen andauern. Das Wintersport-Domizil Altenberg im Erzgebirge ist damit weiterhin vom Zugverkehr abgeschnitten.

Die Entgleisung einer Regionalbahn bei Glashütte hinterließ einen Millionenschaden.
Die Entgleisung einer Regionalbahn bei Glashütte hinterließ einen Millionenschaden.  © Marko Förster

Laut Infrastrukturbetreiber DB InfraGO wird eine Wiederinbetriebnahme der Gesamtstrecke für den 23. Februar erwartet, sofern die Wetterlage stabil bleibt.

Zur Instandsetzung des Gleiskörpers müssen die Temperaturen für die Schweißarbeiten über dem Gefrierpunkt liegen. Zudem handelt es sich bei der beschädigten Weiche um eine Sonderbauform, die nicht vorrätig ist.

"Aktuell werden die Reparaturarbeiten vorbereitet. Dazu sind umfangreiche Materialbestellungen erforderlich", erklärte ein Bahn-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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Während der Zugverkehr zwischen Heidenau und Glashütte bereits wieder aufgenommen werden konnte, bleibt Reisenden auf dem Abschnitt von und nach Altenberg vorerst nur ein Umstieg auf Busse. Der Schienenersatzverkehr funktioniere jedoch zuverlässig, sagt Ina Morgenstern, die Leiterin der dortigen Tourismus-Info. "Bislang sind keine negativen Auswirkungen auf den Winter-Tourismus zu beobachten", berichtet sie.

Die beschädigte Weiche muss extra angefertigt werden.
Die beschädigte Weiche muss extra angefertigt werden.  © Marko Förster
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Ina Morgenstern, Chefin der Altenberger Tourist-Information, konnte bislang keine negativen Folgen der Streckensperrung für den Wintersport-Betrieb feststellen.
Ina Morgenstern, Chefin der Altenberger Tourist-Information, konnte bislang keine negativen Folgen der Streckensperrung für den Wintersport-Betrieb feststellen.  © Kevin Scholz

Als Alternative sei auch die Anreise mit dem Auto problemlos möglich. So würden zu dieser Jahreszeit etwa zusätzliche Parkplätze durch die Urlaubsregion zur Verfügung gestellt.

Titelfoto: Marko Förster

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