Kommt da bald was? Kultusminister stimmt für Social-Media-Verbot

Dresden/Stuttgart - Brauchen Kinder beim Daddeln Schranken? Ja, meint Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU).

Studien deuten darauf hin, dass intensiver Internet-Konsum das Risiko erhöht für Depressionen, Angstzustände, Einsamkeit, Lern-Schwierigkeiten und Schlafstörungen. (Symbolfoto)  © DPA

Bei dem am Samstag beginnenden Bundesparteitag der CDU in Stuttgart wird er für das Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren stimmen.

"Der exzessive Konsum von Social Media ist wie eine Krankheit - mit langfristigen Folgen. Wir sollten unsere Kinder davor schützen. Es sollte ein Mindestalter für die Nutzung von Social Media geben", ist Clemens überzeugt.

Die bundesweite Debatte um kritischen Medienkonsum bestärke ihn. "In Sachsen haben wir ein landesweites Verbot von privaten Handys in Grundschulen eingeführt und ich kann mir vorstellen, dass wir es bis zur Klassenstufe 8 ausweiten."

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Das Kultusministerium will den Schulen einen Orientierungsrahmen zur Medienbildung zum Schuljahr 2026/27 bereitstellen. Er soll pädagogische und rechtliche Leitlinien für den Umgang mit privaten Endgeräten an weiterführenden Schulen enthalten.

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Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) spricht sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren aus.  © DPA
Die Nutzung der sogenannten sozialen Medien im Kindesalter ist umstritten. (Symbolfoto)  © DPA

Clemens: "Digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen - in der Schule ebenso wie in der Freizeit. Sachsen ist beim Informatik-Unterricht bereits Vorreiter. Wir stärken die digitale Bildung weiter und führen einen Medienpass ein."

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