Dresden/Luxemburg - Auf Fahrgäste in Sachsen könnten höhere Ticketpreise zukommen - bei gleichzeitig ausgedünnten Verbindungen. Davor hat Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (61, CDU) gewarnt.
Vorausgegangen war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Die Richter hatten die sogenannten Trassenpreise, die private Verkehrsgesellschaften für die Nutzung des Schienennetzes an die Deutsche Bahn entrichten, für unrechtmäßig erklärt.
Für den Regionalverkehr waren die Trassenpreise bisher gedeckelt.
Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass nun höhere Kosten auf regionale Verkehrsgesellschaften zukommen, die wiederum an die Kunden weitergegeben werden.
"Deshalb erwarte ich, dass der Bund kurzfristig eine tragfähige Lösung vorlegt", teilte Kraushaar mit.