Nach Silvesterknallerei: Luchs-Dame traumatisiert, doch Schwester lässt sie nicht im Stich

Von Lutz Brose

Eilenburg - Die letzte Silvesternacht hat das Leben von Ilvy (2) nachhaltig verändert. Offenbar von Böllern verschreckt, traut sie sich seitdem nicht mehr in die gute Stube.

Die Luchs-Schwestern teilen auch gerne ihr Futter miteinander.
Die Luchs-Schwestern teilen auch gerne ihr Futter miteinander.  © Lutz Brose

Die Luchs-Dame fand im November 2024 mit Schwester Malou im Tierpark Eilenburg (Nordsachsen) ein neues Zuhause.

Für die neuen Bewohner wurde die betagte Luchsanlage extra grundhaft saniert und erweitert. Dabei wurde ein Vorgehege geschaffen, das als Futterstelle dient und den Luchsen Rückzugsmöglichkeiten bietet.

Im Tierpark wird vermutet, dass sich die junge Luchsin während eines krachenden Böllers genau dort aufgehalten hat und nun den Bereich meidet.

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Doch hungern muss Ilvy deswegen nicht. Anstatt sich gierig auf das Futter zu stürzen, besorgt Schwester Malou zuerst eine Portion für das verängstigte Tier und versucht die Mahlzeit ins Außengehege zu schmuggeln. Dieses Ansinnen wird aber meist von den Tierpflegerinnen verhindert, weil Ilvy lernen soll, wieder ohne Angst ins Vorgehege zu tapsen.

Ist der Hunger der beiden endlich gestillt, sind alle Sorgen der Pinselohren vergessen und Kuschelrunden angesagt. Echte Geschwisterliebe!

Die beiden sind ein Herz und eine Seele.
Die beiden sind ein Herz und eine Seele.  © Lutz Brose
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Das Vorgehege ist vor allem errichtet worden, damit das Pflegepersonal Routinearbeiten im "Außenbereich" getrennt von den Wildkatzen gefahrlos verrichten kann.

Titelfoto: Lutz Brose

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