Neue Leitlinien: Wie Sachsen international mitspielen will

Dresden - Sachsen hat sich Leitlinien zur Internationalen Zusammenarbeit gegeben. "Ziel ist es, effektiv und möglichst einheitlich nach außen aufzutreten, Synergien zu bilden und kosteneffizient zu agieren. Sachsen nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, nur wenige Bundesländer verfügen bisher über vergleichbare Dokumente", sagt Regierungssprecher Ralph Schreiber.

Anna-Maria Zerges im Labor im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Solche Forschungseinrichtungen profitieren davon, dass ausländische Wissenschaftler dort arbeiten. (Symbolbild)  © ronaldbonss.com

Außenpolitik?! Wie ein roter Faden zieht sich der Gedanke durch das Papier, dass intensive internationale Zusammenarbeit eine wesentliche Grundlage sei für die Zukunft von Wohlstand, Innovationskraft und Attraktivität.

Sachsen hat aufgrund seiner Lage Chancen, Brücken zu bauen zwischen West-, Mittel- und Osteuropa. "Dem in der Lausitz beheimateten sorbischen Volk kommt dabei eine besondere Brückenfunktion zu", heißt es.

So geht sächsisch international: Sachsen will die Grenzregion zu Polen und Tschechien zum europäischen "Verflechtungsraum" machen und mehr bi- und trinationale Projekte anschieben. Damit surft man voll auf der EU-Welle.

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Sachsen will seine Kontakte nach Polen ausbauen und auch mit der Regierung in Waschau enger zusammenarbeiten. (Symbolbild)  © 123RF
Die Staatskapelle mit Dirgent Tugan Sokhiev in der Dresdner Semperoper. Das Orchester macht bei seinen Auftritten im Ausland nicht nur Musik, sondern auch Werbung für Sachsen. (Archivbild)  © Oliver Killig

Die Staatsregierung will bestehende Außenhandelskontakte stärken und weiter ausbauen

Sachsens Vertreter im In- und Ausland: Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU). (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Die Staatsregierung setzt auf die Pflege bestehender Außenhandelskontakte, um ausländische Investoren und Fachkräfte anzulocken. Verbände und Kommunen werden da mit einbezogen. Von Sachsens Glanz und Gloria sollen renommierte Chöre, Orchester, Künstler im Ausland berichten.

Niederschlesien, Oberösterreich, Latium (Italien), Charkiw (Ukraine), Abu Dhabi (VAE), Hubei (China), Québec (Kanada) - die Staatsregierung unterzieht ihre Partnerschaften einem Leitlinien-Check.

Die Kontakte zu den russischen Regionen St. Petersburg, Tatarstan, Baschkortostan ruhen seit Beginn des Ukraine-Krieges.

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Auf den Prüfstand kommen die Verbindungen nach Oxitanien (Frankreich), Flandern (Belgien), Greater Manchester (Großbritannien), Andalusien (Spanien) und Tamil Nadu (Indien).

Michael Kretschmer (50, CDU) vertritt als Ministerpräsident Sachsen nach außen.

Schreiber: "Daher liegt die Koordinierung der internationalen Aktivitäten der Staatsregierung in der Staatskanzlei. Gleichwohl bleiben die Staatsministerien federführend für ihre jeweiligen fachlichen Zuständigkeiten."

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