Dresden - Sachsen hat sich Leitlinien zur Internationalen Zusammenarbeit gegeben. "Ziel ist es, effektiv und möglichst einheitlich nach außen aufzutreten, Synergien zu bilden und kosteneffizient zu agieren. Sachsen nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, nur wenige Bundesländer verfügen bisher über vergleichbare Dokumente", sagt Regierungssprecher Ralph Schreiber.
Außenpolitik?! Wie ein roter Faden zieht sich der Gedanke durch das Papier, dass intensive internationale Zusammenarbeit eine wesentliche Grundlage sei für die Zukunft von Wohlstand, Innovationskraft und Attraktivität.
Sachsen hat aufgrund seiner Lage Chancen, Brücken zu bauen zwischen West-, Mittel- und Osteuropa. "Dem in der Lausitz beheimateten sorbischen Volk kommt dabei eine besondere Brückenfunktion zu", heißt es.
So geht sächsisch international: Sachsen will die Grenzregion zu Polen und Tschechien zum europäischen "Verflechtungsraum" machen und mehr bi- und trinationale Projekte anschieben. Damit surft man voll auf der EU-Welle.
Die Staatsregierung will bestehende Außenhandelskontakte stärken und weiter ausbauen
Die Staatsregierung setzt auf die Pflege bestehender Außenhandelskontakte, um ausländische Investoren und Fachkräfte anzulocken. Verbände und Kommunen werden da mit einbezogen. Von Sachsens Glanz und Gloria sollen renommierte Chöre, Orchester, Künstler im Ausland berichten.
Niederschlesien, Oberösterreich, Latium (Italien), Charkiw (Ukraine), Abu Dhabi (VAE), Hubei (China), Québec (Kanada) - die Staatsregierung unterzieht ihre Partnerschaften einem Leitlinien-Check.
Die Kontakte zu den russischen Regionen St. Petersburg, Tatarstan, Baschkortostan ruhen seit Beginn des Ukraine-Krieges.
Auf den Prüfstand kommen die Verbindungen nach Oxitanien (Frankreich), Flandern (Belgien), Greater Manchester (Großbritannien), Andalusien (Spanien) und Tamil Nadu (Indien).
Michael Kretschmer (50, CDU) vertritt als Ministerpräsident Sachsen nach außen.
Schreiber: "Daher liegt die Koordinierung der internationalen Aktivitäten der Staatsregierung in der Staatskanzlei. Gleichwohl bleiben die Staatsministerien federführend für ihre jeweiligen fachlichen Zuständigkeiten."