Petition gestartet: Diese Forderung stellen Zugbegleiter in Sachsen
Dresden/Plauen - Sie bangen um ihre Jobs: Wegen eines befürchteten Stellenabbaus haben Zugbegleiter der Gewerkschaft GDL eine Petition gestartet.
Das Problem aus ihrer Sicht: "In neuen Verkehrsverträgen ist vorgesehen, künftig einen Großteil der Züge in Sachsen ohne Zugbegleiter fahren zu lassen. Auf der S-Bahn Dresden sollen bis zu 80 Prozent der Züge betroffen sein, im Vogtlandnetz rund 75 Prozent."
Bislang seien dagegen nahezu alle Züge in Sachsen mit Begleitpersonal besetzt. "Die Pläne bedeuten eine deutliche Verschlechterung für Fahrgäste und für die Qualität des öffentlichen Verkehrs", so die Kritik.
Ohne Zugbegleiter würden nicht nur die Einnahmeausfälle durch Schwarzfahren steigen, sondern auch die Pünktlichkeit leiden. "Lokführer wären allein verantwortlich für Fahrgäste, Fahrräder, Rollstühle und den gesamten Betriebsablauf."
Man fordere den Freistaat und die zuständigen Aufgabenträger deshalb auf, die Begleitung der Fahrten durch Zugbegleiter sicherzustellen. "Die geplante Reduzierung muss im allgemeinen Interesse unbedingt gestoppt werden", heißt es. Bislang haben rund 3000 Personen dafür unterschrieben.
Bereits im November hatten Bahn-Mitarbeiter bei einer Demo auf ihre Sorgen aufmerksam gemacht. Damals erklärte der VVO, dass man die Besetzung der S-Bahnen durch Zugbegleiter aus Kostengründen herunterfahren wolle. Entlassungen solle es jedoch nicht geben.
Titelfoto: Thomas Türpe
