Löbau - Seit rund drei Wochen waren neun trächtige Kühe und ein Bulle auf einer Weide in Löbau eingekoppelt. Ein gutes Rinderleben in der Oberlausitzer Natur. Bis unbekannte Täter offenbar Giftköder auslegten: Sieben Kühe und der Bulle verendeten elendig.
Eine Mitarbeiterin des landwirtschaftlichen Betriebs bei Reichenbach hatte die toten Rinder am Montag gefunden und die Polizei alarmiert.
Die Frau, die anonym bleiben will, ist sich sicher, dass jemand vorsätzlich und mit abgrundtiefer Absicht gehandelt habe: "Und wenn wir den finden, knöpfen wir den kopfüber auf", so die Arbeiterin mit Tränen in den Augen.
Es sei Rattengift sowohl in der Wassertränke für die Rinder als auch am Koppelzaun gefunden worden. Eine Kuh habe überlebt, die auf ihrem Bauernhof in Reichenbach gesund werden soll.
Der betroffene Landwirt, der seinen Namen nicht nennen wollte, zeigte sich im Gespräch erschüttert: "Veterinäramt und Polizei ermitteln. Aber ich sage dazu gar nichts mehr!"
In der Tat sicherte die Kripo auf der Weide Spuren, dem Vernehmen nach wohl auch Giftköder. Ein Polizeisprecher: "Um eine krankheitsbedingte Todesursache auszuschließen, sollen einige Tiere nun obduziert werden."