Queerbeauftragte der Bundesregierung fordert mehr Schutz

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Berlin/Dresden - Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (33, SPD), hat im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin vor einer wachsenden Bedrohung queerer Menschen in Ostdeutschland durch Rechtsextremisten gewarnt.

Die Queerbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer wachsenden Bedrohung queerer Menschen. Sophie Koch (33, SPD) wohnt in Dresden.
Die Queerbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer wachsenden Bedrohung queerer Menschen. Sophie Koch (33, SPD) wohnt in Dresden.  © Sebastian Willnow/dpa

In Sachsen würden CSDs mit sehr viel Polizeischutz und weiträumig abgesperrten Straßen geschützt, so Koch gegenüber der Rheinischen Post.

"Mein Wunsch war immer, dass sich das an die Lage in westdeutschen Städten angleicht."

Laut einer Online-Umfrage der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen gehen 61 Prozent der Beleidigungen und Bedrohungen bei CSD-Veranstaltungen im Freistaat sowie 45 Prozent der Gewalttaten auf rechte Gegendemonstranten zurück.

Der 33. CSD in Dresden verlief in diesem Jahr ohne Zwischenfälle. Das war nicht überall in Sachsen so. In den letzten Jahren häuften sich Zwischenfälle, die vor allem von "rechten" Gegendemonstranten provoziert wurden.
Der 33. CSD in Dresden verlief in diesem Jahr ohne Zwischenfälle. Das war nicht überall in Sachsen so. In den letzten Jahren häuften sich Zwischenfälle, die vor allem von "rechten" Gegendemonstranten provoziert wurden.  © Thomas Türpe
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Koch forderte aber auch mehr Sicherheit im Alltag für queere Menschen. "Für ein wirkliches Sicherheitsgefühl müssen wir vor allen Dingen daran arbeiten, dass nicht nur Großdemonstrationen gut geschützt sind, sondern auch queere Menschen im Alltag", so Koch.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Willnow/dpa, Thomas Türpe

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