Polizei-Munition weg! Linke greift Innenminister an

Dresden - Hat der Innenminister wirklich alles im Griff? Die Linke hat Zweifel, zumindest wenn es um Munition bei der sächsischen Polizei geht.

Dieses Gewehrmagazin "verloren" Beamte der Bereitschaftspolizei Ende vergangenen Jahres bei Hainichen.
Dieses Gewehrmagazin "verloren" Beamte der Bereitschaftspolizei Ende vergangenen Jahres bei Hainichen.  © Erik Frank Hoffmann

Wie eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Rico Gebhardt (62) ergab, fehlten zuletzt 572 Patronen und 32 Stück Trainingsmunition. Die tauchten so schnell wieder auf, wie sie verschwunden waren. Und zwar auf dem Papier.

Die Gewehrpatronen entpuppten sich als Rechenfehler, die Munition sei vom Hersteller zu Testzwecken entnommen worden, erklärt Innenminister Armin Schuster (64, CDU) in seiner Antwort und spricht von "Buchungsdifferenzen" und "unzureichenden Verwendungsnachweisen".

Weil der Innenminister zu einem Vorfall vom Dezember schweigt, vermutet Gebhardt, "dass er dieses Problem weder im Griff noch Interesse an transparenter Aufklärung hat".

Sorgt sich um die Sicherheit von Munition bei der sächsischen Polizei: Rico Gebhardt (62, Linke).
Sorgt sich um die Sicherheit von Munition bei der sächsischen Polizei: Rico Gebhardt (62, Linke).  © DPA
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Damals war bei einem Wildunfall auf der A4 bei Hainichen (Mittelsachsen) ein volles Gewehrmagazin gefunden worden, das der Bereitschaftspolizei bei einem Umlademanöver abhandengekommen war.

Titelfoto: Montage: dpa, Erik Frank Hoffmann

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