Sachsens Bauern werden von steigenden Kosten belastet
Leipzig - Sachsens Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Ernte. "Größere Unwetterschäden sind ausgeblieben, und die Regenfälle im Frühjahr verbesserten die Bodenfeuchtigkeit", berichtete der Präsident des Landesbauernverbandes, Torsten Krawczyk (51), zum Ernteauftakt in Doberschütz.
Trotzdem bleibe die wirtschaftliche Lage angespannt. Steigende Produktionskosten, zu niedrige Erzeugerpreise und eine aus Sicht des Verbandes unberechenbare Agrarpolitik treiben die Betriebe auf den Abgrund zu.
Viele Landwirte können ihre Kosten durch den Verkauf ihrer Produkte nicht mehr decken.
"Gleichzeitig zeigt das vergangene Jahr, wie leistungsfähig unsere Betriebe sind", erklärt Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (55, CDU).
Mit einem erwirtschafteten Wert von 2,2 Milliarden Euro erzielte die sächsische Landwirtschaft 2025 das beste Ergebnis seit 15 Jahren.
Doch dieser finanzielle Puffer ist inzwischen aufgebraucht. Der Minister versprach den Landwirten, bessere politische Rahmenbedingungen zu schaffen.
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Die Landwirte hoffen auf eine gute Ernte des wichtigen Winterweizens. "Gerade hier brauchen wir eine hohe Qualität, um einigermaßen über die Runden zu kommen", erklärt der Bauernpräsident.
Erfolgreich läuft auf jeden Fall der Soja-Anbau. In Sachsen wuchs die Anbaufläche der Bohne um 40 Prozent auf 2600 Hektar. "Diese Frucht hat Zukunft", betont Krawczyk.
Titelfoto: dpa/Hendrik Schmidt
