Dresden - Bundeswehr-Landeskommandeur Oberst Michael H. Popielas (63) übergibt am Donnerstag den Staffelstab im Landeskommando an Oberst Marco Tkotz bei einem Appell in der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne.
Popielas blickt auf eine 45-jährige militärische Laufbahn zurück. Etwa 20-mal ist er umgezogen, meist innerhalb von Deutschland. Aber auch in die USA, nach Israel sowie zu Einsätzen in den Kosovo und nach Afghanistan.
"Ich freue mich darauf, etwas mehr Zeit zu haben, etwas mehr planbare Zeit", sagt Popielas. Mal wieder einen längeren Urlaub machen, Touren mit dem geliebten Rennrad - das möchte er als Zivilist genießen.
"Ich hatte das Glück, die deutsche Wiedervereinigung als Soldat der Bundeswehr zu erleben. Wie viele andere habe ich damals darauf gehofft, dass wir nun in einer friedlicheren Welt leben", blickt Popielas zurück.
Dass der Friede in Europa bedroht sei und Grenzen mit Gewalt verändert würden, findet er heute ernüchternd. Um Deutschland und seine Menschen zu schützen und zu verteidigen, müsse man sich letztlich auf militärische Fähigkeiten stützen und die Fähigkeit zur Abschreckung haben.
Oberst Popielas hofft auf Nachwuchs für die Bundeswehr
Es lohnt sich, für Werte unsere Gesellschaft einzutreten, unterstreicht Popielas. Er hofft, dass die Regelung zum neuen Wehrdienst genügend junge Menschen für einen Dienst an der Waffe motiviert.
"Eine hoch technisierte Armee verlangt nach gut ausgebildeten Soldaten, die in der Lage sind, mit ihrer Ausrüstung je nach Einsatz-Erfordernissen angemessen zu operieren."