Sachsens Reiche zieht's laut Studie raus aus den Städten
Dresden - Arme Städte, reiche Speckgürtel: In Sachsen haben besonders die Menschen in den an Großstädten angrenzenden Landkreisen deutlich mehr von ihrem Geld. Die "Randleipziger" haben die stärkste Kaufkraft, wie aus einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht.
Die Extreme liegen im Freistaat nah beisammen: Die niedrigste Kaufkraft haben die Leipziger selbst. Gerade mal 24.466 Euro jährlich pro Kopf haben laut Studie die Messestädter.
Im Landkreis Leipzig hatte jeder Bewohner 30.030 Euro zum Ausgeben zur Verfügung - der Spitzenwert in Sachsen.
Ähnlich sieht es beim Zweitplatzierten, dem Landkreis Meißen, und der angrenzenden Stadt Dresden (vorletzter Rang) aus. Während der Dresdner Speckgürtel-Bewohner 29.357 Euro verkonsumieren konnte, hatten die Hauptstädter nur 25.965 Euro zur Verfügung.
Das IW hat für das Ranking deutschlandweit für alle Landkreise und Städte ein sogenanntes reales Einkommen berechnet, bei dem das regionale Durchschnittseinkommen pro Jahr um die regionalen Preise bereinigt wurde.
Die Auswertung beruht auf Zahlen von 2023, weil vor allem für die Einkommen keine aktuelleren validen Zahlen vorliegen.
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Bemerkenswert: Der Vogtlandkreis (28 .896 Euro) schafft es trotz des deutschlandweit niedrigsten Preisniveaus nur auf Platz vier der Sachsen-Charts. Davor lag noch der Kreis Zwickau mit 29. 018 Euro.
Das weitere Ranking: Mittelsachsen 28.589 Euro, Bautzen 28.578 Euro, Nordsachsen 28.420 Euro, Erzgebirgskreis 28.394 Euro, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 28.305 Euro, Chemnitz 27.248 Euro, Landkreis Görlitz 27.175 Euro.
Titelfoto: picture alliance / SIPA
