Mann stürzt 90 Meter in der Sächsischen Schweiz in die Tiefe: Retter können nicht glauben, wie sie ihn vorfinden

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Bad Schandau - 70 Meter freier Fall, dann weitere 20 Meter einen Abhang hinunter: In den Affensteinen nahe Bad Schandau ist ein Mann (20) am Freitagabend schwer verunglückt. Als seine Retter ihn fanden, trauten sie ihren Augen nicht.

Die Retter staunten, dass der Mann (20) nach dem Sturz noch ansprechbar war.
Die Retter staunten, dass der Mann (20) nach dem Sturz noch ansprechbar war.  © Marko Förster

Wie DRK-Sprecher Dr. Kai Kranich (44) am Tag der Deutschen Einheit im Gespräch mit TAG24 mitteilte, war der 20-Jährige zusammen mit sechs anderen Wanderern unterwegs gewesen. Die Gruppe habe in der Gegend boofen wollen.

Um 21.42 Uhr erreichte die Alarmgruppen Bad Schandau und Pirna der Notruf, dass der Mann in die Tiefe gestürzt war. Die Ehrenamtlichen machten sich sofort auf den Weg zur Rettung des Verunglückten. Hinzu kamen Kräfte der Feuerwehr, sodass insgesamt 30 Retter im Einsatz waren.

Als die ersten Kräfte das Opfer erreichten, war das Staunen groß. Der junge Mann war ansprechbar, befand sich in vergleichsweise guter Verfassung. Er hatte durchaus eine Platzwunde am Kopf, auch mehrere Knochenbrüche.

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Dennoch stellte DRK-Mann Kranich klar: "Einer der Retter hat gesagt, dass das eine absolute Seltenheit ist, dass der Mann das überhaupt überlebt hat."

Oktober gilt als besonders einsatzreich für die Bergwacht

Die Retter mussten den Schwerverletzten auf einer Trage schleppen. Ein Helikopter war an der Stelle nicht einsetzbar.
Die Retter mussten den Schwerverletzten auf einer Trage schleppen. Ein Helikopter war an der Stelle nicht einsetzbar.  © Marko Förster

Weil an der Stelle kein Helikopter eingesetzt werden konnte, schleppten die Rettungskräfte den Verletzten auf einer Trage durch das Gelände bis zum Rettungswagen. Danach wurde er in eine Klinik gebracht.

Seine sechs Begleiter wurden anschließend psychologisch von einem Kriseninterventionsteam betreut. Der Einsatz endete dann gegen 4 Uhr morgens, nachdem die Einsatzkräfte die Zugangswege und den Einsatzbereich wieder aufgeräumt hatten.

Der DRK-Kreisverband Sebnitz koordiniert die Bergwacht. Momentan stehe das Team vor außergewöhnlichen Zeiten, so Kranich. Man sei sehr dankbar, nach dem Unwetter in Rathen am 31. Juli, dort im Gemeindezentrum untergebracht zu sein. Zudem sei der Oktober die einsatzreichste Zeit, weil viele Wanderer das schnelle Einbrechen der Dunkelheit unterschätzen würden.

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Noch am selben Abend hatte die Bergwacht nämlich drei verirrten Wanderern helfen müssen, die sich komplett verlaufen hatten.

Titelfoto: Marko Förster

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