Unwetter-Tragödie in der Sächsischen Schweiz: Mann (†28) von Baum erschlagen - 13 Menschen verletzt

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Rathen - Tragödie nahe der Felsenbühne Rathen in der Sächsischen Schweiz: Ein schweres Unwetter richtete heftige Schäden an. Ein Mann (†28) kam dabei ums Leben, mehr als zehn Menschen wurden verletzt.

Vor der Felsenbühne war ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungskräften zu sehen.
Vor der Felsenbühne war ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungskräften zu sehen.  © Marko Förster

Durch das Gewitter stürzten gegen 18 Uhr in der Nähe der Felsenbühne mehrere Bäume um. Ein 28 Jahre alter Mann wurde von einem der Bäume getroffen. Wie Tim Berger, Leiter des gestrigen Einsatzes der Bergwacht, gegenüber TAG24 berichtet, hatte man den Mann noch versucht wiederzubeleben. Er starb jedoch vor Ort.

13 weitere Menschen erlitten Verletzungen, teilte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen auf TAG24-Nachfrage mit. Drei Personen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, die restlichen Verletzten wurden vor Ort behandelt.

Die Bergwacht war mit Einsatzkräften sowie ihrer Drohnenstaffel vor Ort, wie Pressesprecher Dr. Kai Kranich gegenüber TAG24 mitteilte. Auch das erst kürzlich renovierte Bergwachtgebäude wurde durch das Unwetter beschädigt.

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Die für Freitag (19 Uhr) geplante Vorstellung von "Der kleine Horrorladen" auf der Felsenbühne wurde kurzfristig abgesagt.

Wie der Pressesprecher der Landesbühnen Sachsen am Samstagnachmittag auf TAG24-Anfrage mitteilte, wurden am Freitag drei Personen auf dem Betriebsgelände der Felsenbühne Rathen durch herabstürzende Bäume auf dem Weg zur Bühne leicht verletzt. "Rettungsdienst, Bergwacht und Mitarbeitende des Theaters versorgten die Verletzten umgehend", so der Sprecher.

Auch der Zuschauer- und Bühnenbereich der Felsenbühne wurde durch das Unwetter beschädigt. Er ergänzte: "Nach dem schweren Unwetter im Kurort Rathen müssen die Vorstellungen auf der Felsenbühne Rathen vorerst leider entfallen." Bereits erworbene Tickets für die betroffenen Veranstaltungen werden erstattet.

Fotos zeigen, wie schwer das Unwetter gewütet haben muss.
Fotos zeigen, wie schwer das Unwetter gewütet haben muss.  © Sebastian Kahnert/dpa

Sächsische Schweiz wegen Sturmschäden teilweise gesperrt

Bei dem Gewitter-Drama in Rathen kam ein Mann ums Leben, 13 Personen erlitten Verletzungen.
Bei dem Gewitter-Drama in Rathen kam ein Mann ums Leben, 13 Personen erlitten Verletzungen.  © Marko Förster

Der Sturm hat auch an der Wanderrast am Amselsee und dem angrenzenden Bootsverleih massive Schäden angerichtet. "Die Hütte liegt unter Unmengen umgestürzter Bäume begraben", teilen die Inhaber auf Instagram mit.

Auch die Eisenbahnwelten im Kurort Rathen blieben von den Unwettern nicht verschont. Wie das Team auf Facebook mitteilte, wird sich der Modellbauer in den kommenden Tagen um die Instandsetzung kümmern. Trotz der Schäden bleibt die Ausstellung geöffnet.

Aufgrund der schweren Sturmschäden wurden einige Waldgebiete in der Sächsischen Schweiz für Besucher gesperrt. Betroffen sind die Gebiete rund um den Amselgrund zwischen Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal.

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Viele Wanderwege seien durch umgestürzte Bäume komplett blockiert, hinzu kommt das Risiko durch angebrochene, lose Äste in den Baumkronen sowie stark geneigte Bäume. "Es besteht akute Lebensgefahr", so Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz. Anwohner und Wanderer sollen das betroffene Gebiet unbedingt meiden und die Absperrbänder und Warnhinweise vor Ort beachten.

Da das Unwetter viel Schaden angerichtet hat, werde die Beseitigung der Gefahrenstellen wohl einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es weiter. Auch im Fährverkehr kommt es zu Einschränkungen.

Erstmeldung: 31. Juli, 19.52 Uhr, zuletzt aktualisiert: 1. August, 16.53 Uhr

Titelfoto: Marko Förster

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