Sächsischer Chemie-Standort bangt um Arbeitsplätze
Nünchritz - An Sachsens größtem Chemie-Standort beginnt das neue Jahr mit Zittern und Bangen. Der Wacker-Konzern hat angekündigt, in Deutschland Stellen abzubauen. Noch ist völlig unklar, ob oder wie viele Jobs in seinem Werk in Nünchritz (Landkreis Meißen) wegfallen werden.
Der Konzern möchte künftig mehr als 300 Millionen Euro jährlich einsparen. Dabei soll etwa die Hälfte der Einsparungen aus einem Personalabbau resultieren.
"Angaben dazu, wie viele Stellen an welchen Standorten konkret wegfallen, können wir aktuell noch nicht machen. Das hängt unter anderem vom Fortgang der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern ab", berichtet Janine Kmitta, die als Pressesprecherin der Wacker Chemie AG in Nünchritz tätig ist.
Wacker beschäftigt in Nünchritz mehr als 1500 Mitarbeiter. Sie produzieren chemische Stoffe auf Silicium-Basis, vor allem etwa 200 verschiedene Silicone, Kieselsäuren sowie hochreines polykristallines Silicium für die Solarindustrie.
Außerdem betreibt man am Standort eine Kartuschen-Abfüllanlage für Silicon-Kleb- und Dichtmassen.
Die Chemie-Industrie steckt in ganz Ostdeutschland in einer schweren Krise. Arbeitgeber und Gewerkschaften sehen insgesamt 63.000 Jobs in Gefahr
Titelfoto: Sebastian Willnow/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa