Freiberg - Mit einer privaten Sperrmüll-Sammlung umständliche Behördenwege umgehen? Bei solchen Angeboten sollte man vorsichtig sein.
Im Landkreis Mittelsachsen sind in den vergangenen Wochen vermehrt Flyer aufgetaucht, die die Bevölkerung für private Sperrmüll-Sammlungen zur Bereitstellung von Elektrogeräten, Schrott, Möbeln, Maschinen und sogar Fahrzeugen aufrufen. Die EKM Entsorgungsdienste warnen vor solchen Aufrufen, man solle im Zweifel von einer Bereitstellung absehen.
"In der Vergangenheit wurden bei derartigen Sammlungen häufig nur hochwertige und gut erhaltene Gegenstände mitgenommen, während andere Abfälle zurückblieben", heißt es vonseiten des Versorgungsdienstes.
Was nicht mitgenommen wird, müsse vom Bereitsteller unverzüglich beräumt und dann ordnungsgemäß entsorgt werden. Wer solchen Problemen aus dem Weg gehen will, sollte eine Sperrmüllabholung bei der EKM anmelden.
Bei einer offiziellen Sperrmüllentsorgung werden alte Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände aus privaten Haushalten mitgenommen, die auch nach einer zumutbaren Zerkleinerung nicht in einen 80 Liter Restabfallbehälter passen oder zu schwer sind.
Abholung für 2026 noch im Oktober beantragen
Nicht mitgenommen werden: Elektronikaltgeräte, Schadstoffe, Fahrzeugteile, Wertstoffe, Schrott, Alttextilien, Bauschutt und Baustellenabfälle sowie Renovierungsabfälle wie Laminat, Paneele oder Sanitärkeramik.
Wer noch in diesem Jahr eine Sperrmüllabholung benötigt, sollte diese bis Ende Oktober anmelden. Dafür kann man die Sperrmüllkarte aus dem Abfallkalender nehmen oder die Abholung online beantragen.
Unabhängig von Sperrmüll-Sammlungen vor der Haustür, besteht auch jederzeit die Möglichkeit, Sachen auf einen Wertstoffhof zu bringen. Bis zu drei Kubikmeter sind je Anlieferung kostenfrei.
Dort werden auch Elektronikaltgeräte, Alttextilien, Papier und Pappe, Verpackungsglas sowie Verpackungen aus Kunststoff kostenfrei angenommen.