Sachsen - Museen in Schlössern und über die Geschichte des Freistaates gibt es zuhauf. Doch wer einmal ein etwas ungewöhnlicheres Museum besuchen will, muss gar nicht so weit fahren, sondern wird in Sachsen ebenso fündig.
Schweinemuseum Ansprung
Im Ansprunger Eiscafé Graupner (Ansprunger Hauptstraße 1a) gibt es eine private Sammlung von mehr als 3000 Glücksschweinen zu sehen. Was als einfache Sammelleidenschaft begann, füllt nun mehrere Vitrinen und Schaukästen. Zwischen Sparschweinen, Plüschtieren und vielen anderen skurrilen Schweinchen verstecken sich auch prominente Vertreter wie Ferkel aus Winnie Puh.
Das Museum ist noch bis 3. Oktober freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Suppenmuseum Neudorf
In Neudorf gibt es das einzige Suppenmuseum Deutschlands. In den Räumen des ehemaligen Neudorfer Rathauses (Karlsbader Straße 164) dreht sich nicht nur alles um die Löffelspeise, sondern es werden auch vier Küchen in den Einrichtungsstilen von 1910, 1930, 1960 und 1970 gezeigt. Dazu kommen noch zahlreiche Gegenstände des alltäglichen Bedarfs wie Töpfe, Teller, Terrinen und Pfannen. Insgesamt gibt es mehr als 10.000 Ausstellungsstücke zu sehen.
Das Suppenmuseum ist wochentags von 10.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet und an Sonn- und Feiertag von 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro, Kinder ab 6 Jahren zahlen 3 Euro.
Von Serpentinstein bis Betten
Serpentinsteinmuseum
Serpentinsteine sind meist dunkelgrüne Steine, die Schlangenhaut ähneln, aus dem Erzgebirge. Besonders in der Region Zöblitz kommt das Gestein häufig vor. Kein Wunder, dass der Marienberger Ortsteil dem Stein ein Museum gewidmet hat. Im Zöblitzer Heimatmuseum (Bahnhofstraße 1) gibt es neben einer noch voll funktionstüchtigen Serpentinsteindrechselwerkstatt von 1889 viele gedrechselte Kunstwerke.
Das Museum ist montags bis mittwochs von 11 bis 15.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro.
Betten- und Schlafmuseum Freiberg
Seit 14 Jahren dreht sich in Freiberg nicht mehr alles nur um den Silberbergbau, sondern auch ums Schlafen. Im Betten- und Schlafmuseum bei Betten-Uhlmann (Bahnhofstraße 28) kann man Schlafkultur erleben und wie sich Betten im Laufe der Zeit entwickelt haben. Auf der 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche gibt es aber auch Einblicke in den Schlaf anderer Kulturen, die Herstellung von Bettwaren, die Geschichte der Nachtwäsche und medizinische Hintergründe.
Geöffnet hat das Museum werktags von 9 bis 18 Uhr, an Samstagen von 9 bis 12 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist es geschlossen. Der Eintritt ist frei.