Sie ist nach drei Jahren zurück im Karl-May-Museum: "DDR-Chefindianer" verkündet ihren neuen Namen

Radebeul - Nach drei Jahren Restaurierung kehrt die lebensgroße Blackfoot-Frau am 22. August ins Karl-May-Museum in Radebeul zurück.

Die Figur der Blackfoot-Frau, älter als 185 Jahre.  © Karl-May-Museum

Seit 1928 gehört die Figur, die eine Angehörige der nordamerikanischen Stammesgruppe vorstellt, zur Ausstellung der Villa Bärenfett. Nun wurden Körper, Kleidung und Schmuck für rund 15.000 Euro aufwendig überarbeitet.

Die Figur wurde restauriert und "statisch ertüchtigt" durch den Bildhauer Hans Effenberger aus Weinböhla. Anspruchsvoll war die Erneuerung des Kostüms.

Das historische Original stammt aus der Zeit vor 1840 und gehört zu den wertvollsten Stücken der Sammlung. Um es zu schonen, wurde eine möglichst genaue Nachbildung angefertigt. Dafür wurden unter anderem Hirschleder traditionell gegerbt, Zähne des Wapitis an den ursprünglichen Stellen angebracht und historische Glasperlen für die Stickerei verwendet.

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Zur Rückkehr bekommt die bislang namenlose Figur auch einen Namen. Verkünden wird ihn am 22. August Gojko Mitić, der als "DDR-Chefindianer" bekannt wurde. Er hatte bei Lesungen aus Liselotte Welskopf-Henrichs Roman "Die Söhne der großen Bärin" gemeinsam mit anderen Unterstützern für die Restaurierung gesammelt. Auch die Filmfassung des Romans mit Mitić in der Hauptrolle wird an diesem Abend im Museum gezeigt.

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Held des DDR-Westerns: Schauspieler Gojko Mitić (86).  © Daniel Förster

Etwa die Hälfte der Restaurierungskosten wurde durch Spenden finanziert. Allein der Förderverein des Karl-May-Museums steuerte 6000 Euro bei.

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