Sind die Frostnächte eine Gefahr für die ersten Blüten?
Radebeul - Tagsüber Sonne und bis zu 16 Grad, nachts um die null Grad und auch Frost: In Sachsen fallen die Temperaturen aktuell wieder in den Minusbereich. Droht jetzt Gefahr für die ersten Blüten?
Die Winzer sehen die Kälte derzeit gelassen. Felix Hößelbarth (43), Geschäftsführer bei Hoflößnitz, sagt: "Wir sind sogar froh, dass es noch so kalt ist."
Der Grund: Die Reben treiben noch nicht aus. "Das zögert den Austrieb hinaus – und senkt die Spätfrostgefahr."
Auch für viele Obstbäume ist der Nachtfrost aktuell noch kein großes Problem.
Denn die meisten Kulturen wie Apfel oder Birne blühen erst im April oder Mai.
Aprikosen und Pfirsiche sind besonders empfindlich
Kritisch wird es erst, wenn Knospen oder Blüten bereits geöffnet sind. Dann können Minusgrade die Ernte schnell zerstören.
Frühe Sorten wie Aprikosen oder Pfirsiche, die teilweise schon im März blühen, sind besonders empfindlich.
Doch eine andere Sorge beschäftigt Winzer derzeit mehr: Trockenheit. "Das ist gerade eher die Herausforderung", sagt Hößelbarth. Die anstehenden kalten Nächte sind also kein Problem.
Titelfoto: imago/Sylvio Dittrich
