Sinkende Schülerzahlen: Kritik an Prognose zu Sachsens Lehrerbedarf

Dresden - Wie kann sich der Unterricht an den Schulen und wie muss sich die Ausbildung von Lehrern an den Hochschulen gestalten, wenn bis 2040 die Schülerzahlen rapide zurückgehen? Das Sächsische Kultusministerium antwortet darauf mit einer Lehrerbedarfsprognose. Die verdient allenfalls ein "ungenügend", sagt die Bildungsgewerkschaft GEW.

Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU): Der Schülerzahlen sinken, parallel sinkt der Bedarf an Lehrern in Sachsen.  © Eric Münch

Einst gekürzte Stunden sollen in den Unterrichtsplan zurückkehren. "Mit mehr Sachkunde und Sport sowie der Einführung der Klassenstunde stärken wir das Bildungsangebot im Freistaat", sagte Kultusminister Conrad Clemens (43, CDU) bei der Vorstellung der Prognose.

Aktuell lernen rund 440.000 Schüler an Sachsens Schulen. Bis im Jahr 2040 soll die Zahl um 80.000 sinken. Aber der Knick kommt bereits ab dem Schuljahr 2031/32 - und dann vor allem an den weiterführenden Schulen.

Die derzeit rund 33.000 Lehrerstellen sollen mehr oder weniger parallel um 4600 sinken. Clemens rechnet dennoch damit, dass an den Oberschulen im ländlichen Raum auch noch in den 30er-Jahren Lehrer fehlen.

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Die Lehrerbedarfsprognose wurde auf Basis der 4. Schüler- und Absolventenprognose des Statistischen Landesamtes für öffentliche Schulen erstellt. Da liegt für die Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen das Problem.

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Mehr Lehrer für weniger Schulen. Das ist die Idealvorstellung des Kultusministeriums, wenn die Schülerzahlen ab 2030 in Sachsen zurückgehen.  © IMAGO/Zoonar

Das Ministerium orientiere sich beim Bedarf allein an der unteren Prognose der Schülerzahlen, kritisiert die Gewerkschaft. Ihr Vorsitzender Burkhard Naumann (38) rechnet deshalb mit weiterem Unterrichtsausfall und einem erhöhten Druck auf die Lehrer - trotz sinkender Schülerzahlen.

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