Nach Bluttat in Sachsen: Bekannte sammeln Spenden für Kinder von mutmaßlichem Todesschützen

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Neustadt in Sachsen - Sportschütze Niko K. (†54) soll Ende April in der Kleinstadt Neustadt in Sachsen seine Ex-Partnerin, eine Paarberaterin und dann sich selbst erschossen haben. Der mutmaßliche Todesschütze hinterlässt dabei zwei Töchter, für die Bekannte nun eine Spendenaktion ins Leben gerufen haben.

Im Mehrgenerationenhaus in der Kleinstadt Neustadt in Sachsen spielten sich Ende April schreckliche Szenen ab.
Im Mehrgenerationenhaus in der Kleinstadt Neustadt in Sachsen spielten sich Ende April schreckliche Szenen ab.  © Ove Landgraf

Ende April erschütterte eine Bluttat die idyllische Kleinstadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Im Mehrgenerationenhaus an der Maxim-Gorki-Straße fielen Schüsse, kurz darauf fand die Polizei die Leichen von Niko K. und der Beraterin (†48). Ex-Freundin Helena P. (†48) lag schwer verwundet daneben, verstarb kurz darauf im Krankenhaus.

Während unklar bleibt, ob die Tat aufgrund des Ablebens aller Beteiligten jemals aufgeklärt werden kann, gibt es zwei weitere Opfer zu beklagen: Die zwei Töchter (11 und 13 Jahre) des mutmaßlichen Todesschützen, die jetzt ohne ihren Vater dastehen.

Bekannte haben auf der Plattform "GoFundMe" derweil eine Spendenaktion für die zwei Halbwaisen ins Leben gerufen: "Wir kennen die Kinder persönlich und ihre Leidensgeschichte geht uns sehr ans Herz", erklären die Initiatoren Romy und Elisa gegenüber TAG24.

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Ihnen zufolge stammen die zwei Mädchen aus einer früheren Beziehung von Niko K., sind demnach nicht die Töchter der verstorbenen Helena P..

Im Spendenaufruf heißt es: "Sie sind ​unschuldige Opfer einer Tragödie und eines ist gewiss: Diese Kinder tragen keine Schuld. Sie sind die leisesten Opfer der Geschehnisse. Sie haben nicht nur ihren Papa verloren, sondern jede Sicherheit und ihre Unbeschwertheit."

Nico K. (†54, l.) soll seine Ex Helena P. (†48, r.) erschossen haben.
Nico K. (†54, l.) soll seine Ex Helena P. (†48, r.) erschossen haben.  © Facebook
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Neustadt in Sachsen unter Schock: Spendenaufruf für Halbwaisen ins Leben gerufen

Da alle möglichen Zeugen ums Leben gekommen sind, ist unklar, ob die Tat überhaupt aufgeklärt werden kann.
Da alle möglichen Zeugen ums Leben gekommen sind, ist unklar, ob die Tat überhaupt aufgeklärt werden kann.  © Marko Förster

Hinzu komme, dass die Kinder mit dem Tod ihrer Oma erst kurz zuvor einen weiteren Schicksalsschlag zu verkraften gehabt hätten.

Zudem leide die Elfjährige an einer geistigen Behinderung und Autismus, benötige daher eine spezielle Förderung und Therapie.

Aus diesem Grund wollen Romy und Elisa insgesamt 3500 Euro sammeln. Das Geld soll unter anderem dafür verwendet werden, um den Lebensunterhalt der Kinder, ihre Bildung sowie die Therapie für die jüngere Tochter zu finanzieren.

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​"Wir können das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber wir können verhindern, dass diese Mädchen an der Last zerbrechen. Wir sammeln Spenden, um ihnen ein Stück Boden unter den Füßen zurückzugeben", schreiben die Spendeninitiatoren abschließend.

Titelfoto: Bildmontage: Marko Förster, Ove Landgraf

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