Dresden – Wenn sich Erzgebirger, Vogtländer, Dresdner, Leipziger, Mittelsachsen und Oberlausitzer miteinander in ihren Heimatdialekten unterhalten – dann gilt es als sicher, dass niemand den anderen versteht.
Die Vielfalt hiesiger Mundart samt mancher Vorurteile macht der Freistaat nun zur neuen Standort-Kampagne. Augenzwinkernd und immer nach der Devise: Hochdeutsch ist verwahrlostes Sächsisch!
Für Vogtland-Humoristin Landrätin Resi ist Dresden gesungene "Zuckerwatte". Der Leipziger Academixer-Kabarettist Gunter Böhnke sieht in der Mentalität der Landeshauptstädter eher eine "Mischung aus Residenzstadtdünkel und Hinterm-Mond-Leben".
Der Dresdner Comedian Tim May mag trotz Dynamo-Herz die Schachtsch ... - "... sind wie Dresdner, nur in sehr freundlich".
Erzgebirgs-Original Jörg Heinicke hält wiederum die Chemnitzer für schwer zugängliche "Hartnischel". Aus der Oberlausitz meldet sich Steffen Lindner alias "KurtL" zu Wort – versteht nur keiner.
Bereits in Folge 1 geht es auf YouTube zur Sache
Was Resi zu dem gedanklichen Experiment veranlasst, was wohl sprachlich herauskäme, wenn sich Oberlausitzer mit Vogtländern paaren würden ...
Drei witzige Kurzfilme auf den Seiten des Regierungsportals "So geht sächsisch." und auf YouTube sind die neueste Image-Kampagne des Freistaates.
"Das Sächsische als einheitliche Sprache oder Mentalität gibt es gar nicht. Sachsen steht vielmehr für eine beeindruckende Vielfalt – an Dialekten, Traditionen und Charakteren", erklärt Regierungssprecher Ralph Schreiber den Hintersinn der Kampagne.
Und keine Bange: Am Ende vertragen sich alle Sachsen und stehen zusammen gegen den Rest der Welt. Oder wie es "Sachsen-Muddi" Kristina vom Dorf im Film zum Ausdruck bringen darf: "Es gibt überall Arschlöcher, aber es gibt auch überall richtig tolle Menschen!"