Von André Jahnke
Dresden - Nach Berechnungen der Krankenkasse Barmer hat fast jedes vierte Vorschulkind in Sachsen eine Sprachstörung. 23,8 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen zeigten 2024 entsprechende Entwicklungsstörungen, wie die Barmer mitteilte. 2005 lag der Betroffenenanteil noch bei 19,8 Prozent.
Motorische Entwicklungsstörungen betrafen rund 8,3 Prozent der Kinder unter sechs Jahren. Das entspricht gegenüber 2005 einer Steigerung von 26 Prozent. Jungen sind den Angaben zufolge häufiger von Entwicklungsstörungen betroffen als Mädchen.
Für die Berechnung wurden anonymisierte Daten auf Basis von Angaben des Statistischen Bundesamtes standardisiert und hochgerechnet.
Von Anfang an bräuchten Kinder Gelegenheiten zum Sprechen, Spielen und Bewegen, um sich gesund zu entwickeln, betonte Claudia Beutmann, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Sachsen.
Diese Aktivitäten förderten nicht nur ihre Entwicklung, sondern auch soziale Kompetenzen. Verlässliche soziale Kontakte seien dabei unverzichtbar.
Digitale Medien könnten persönliche Zuwendung nicht ersetzen. "Gerade in den ersten Lebensjahren sind echte Interaktionen und gemeinsame Erlebnisse entscheidend", erläuterte Beutmann.