Sorge in Sachsen: Regen am Wochenende erwartet, Flüsse haben trotzdem nicht genug Wasser

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Von Birgit Zimmermann

Leipzig - Keine Entspannung in Sicht: Die anhaltende Trockenheit verschärft die Niedrigwasserlage in Sachsens Flüssen und Bächen.

Nicht nur der Pegel der Elbe in Dresden ist viel zu niedrig.
Nicht nur der Pegel der Elbe in Dresden ist viel zu niedrig.  © Robert Michael/dpa

An mehr als der Hälfte (55 Prozent) der 147 ausgewerteten Pegel wurden zuletzt ungewöhnlich geringe Durchflussmengen festgestellt, wie das Landeshochwasserzentrum in einem wöchentlichen Bericht zur Wassersituation mitteilte. Einige Talsperren gaben zuletzt zusätzliches Wasser in die Flüsse ab, um für Entlastung zu sorgen.

Das Niedrigwasser betrifft fast alle größeren Flüsse im Freistaat - die Elbe ebenso wie die Lausitzer Neiße an der Grenze zu Polen, die Freiberger Mulde in Mittelsachsen sowie Pleiße und Parthe im Leipziger Raum. 

Eine dauerhafte Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ziehen zwar am Freitag Schauer und Gewitter auf. Längere ergiebige Regenfälle sind in nächster Zeit jedoch nicht zu erwarten.

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Auch bundesweit ist die Lage entlang der Flüsse angespannt. Rhein und Ruhr melden ebenso Niedrigwasser wie die Donau. Der Bodensee fiel im Juli auf einen historischen Tiefstand für diesen Monat.

Auch die Pleiße bei Leipzig leidet unter der Trockenheit.
Auch die Pleiße bei Leipzig leidet unter der Trockenheit.  © imago / Picture Point
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Talsperren können längere Trockenperioden ausgleichen

Immerhin: Aus Sachsens Talsperren, hier im Vogtland, kann Wasser entnommen werden, um Entlastung für die Flüsse zu schaffen.
Immerhin: Aus Sachsens Talsperren, hier im Vogtland, kann Wasser entnommen werden, um Entlastung für die Flüsse zu schaffen.  © Hendrik Schmidt/dpa

Anders als die Flüsse sind die Talsperren in Sachsen recht gut gefüllt, wenn auch mit regionalen Unterschieden. "Im Westerzgebirge und Vogtland haben wir volle Talsperren", berichtete eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung.

Im Osterzgebirge habe es dagegen in den vergangenen Monaten sehr wenig geregnet. Das Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle liege deswegen aktuell nur bei 60 Prozent seines Stauziels.

Die Trinkwasserversorgung über die Talsperren laufe uneingeschränkt. "Talsperren sind dafür gebaut, auch längere Trockenperioden ausgleichen zu können. Einige Wochen spielen dabei keine Rolle, eher über mehrere Jahre andauernde Trockenperioden erfordern angepasste Maßnahmen", so die Sprecherin.

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Talsperren geben regelmäßig Wasser an den Unterlauf der von ihnen gestauten Flüsse ab, die sogenannte Mindestwasserabgabe.

Wegen des Niedrigwassers wurden zuletzt aber zusätzliche Mengen aus den Talsperren Bautzen, Pirk, Pöhl und Quitzdorf genutzt, um Flüsse wie die Spree, die Weiße Elster und den Schwarzen Schöps zu entlasten.

Titelfoto: imago / Picture Point

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