Stadtwerke verschenken den Strom: Sonnenenergie macht Mieter auf dem Sonnenstein froh

Pirna - Geräumig und bezahlbar, zukunftsfähig und klimaneutral: So könnte man heutzutage guten Wohnraum beschreiben. Genau das bietet der Sonnenstein in Pirna, wo die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) ein Pilotprojekt gestartet haben. Mieter beziehen ihren Strom direkt vom Hausdach und sparen dadurch Geld.

Photovoltaik auf dem Sonnenstein: Florian Katzschner (36) ist der Projektleiter der Stadtwerke Pirna.  © Steffen Füssel

Denn der gewonnene Solarstrom am Varkausring wird direkt an die Bewohner des Hauses geliefert, ohne das öffentliche Stromnetz zu durchlaufen. Bereits vor zwei Jahren begannen die Gespräche der Stadtwerke mit der WGP.

Von Anfang an sei das gemeinsame Credo "Fairness statt Gewinnmaximierung" gewesen, berichtet Florian Katzschner (36). Der Projektleiter begleitete das Pilotprojekt vom ersten Entwurf bis zur Inbetriebnahme: "Die Mieter finden weit und breit keinen günstigeren Strom."

Ein Sprecher der Stadtwerke erläutert: "Die Kilowattstunde kostet in der Region rund 30 Cent. Die Mieter können bis zu 20 Prozent sparen." Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 3000 kWh pro Jahr spart ein Drei-Personen-Haushalt in einer Wohnung demnach rund 180 Euro jährlich ein.

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150.000 Euro investierten die Stadtwerke für die 300 Module starke Photovoltaik-Anlage.

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Mieterin Elke Hoppe (67) freut sich, dass sie in Zukunft durch den Solarstrom Geld sparen kann.  © Steffen Füssel

Mieter können Beitrag zur Energiewende in Pirna leisten

Am Varkausring 85 bis 96 in Pirna beziehen Mieter ihren Strom nunmehr direkt vom Dach.  © Steffen Füssel

Im Dezember vergangenen Jahres wurde sie in Betrieb genommen: "Über das ganze Jahr hinweg kommen 50 Prozent des Energiebedarfs im Haus von der Anlage auf dem Dach."

Ist der Sonnenstrom aufgebraucht, kommt der restliche Saft aus dem Netz. Damit ergibt sich abschließend eine "Mischkalkulation aus Photovoltaik- und Netztarif und das wird Kosten sparen", ist sich Katzschner sicher.

Darüber hinaus können die Mieter einen Beitrag zur Energiewende in Pirna leisten. So wie Elke Hoppe (67): "Ich habe Vertrauen in die moderne Technik, hoffe nun aber auch, dass ich sparen werde."

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Das nächste soziale Solar-Projekt im Viertel ist wortwörtlich in Aussicht. Nur wenige hundert Meter weiter wird in der Remscheider Straße ein Miethaus mit 300 Wohnungen mit Solarstrom ausgerüstet.

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