Starkregen, Hochwasser, Dürre: Wie sich der Freistaat gegen Wetterextreme rüstet
Bad Gottleuba - Mal zu viel Wasser, mal viel zu wenig: Sachsens Wetter spielt immer häufiger verrückt. Extremregen, Hochwasser und Dürre setzen Flüssen, Talsperren und der Versorgung massiv zu. Jetzt reagiert der Freistaat, bevor aus Wetterextremen ein echtes Versorgungsproblem wird.
Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) machte zum gestrigen Weltwassertag die Lage deutlich: "Die kostbare Ressource muss nachhaltig geschützt und krisenfest gestaltet werden." Bei einem Besuch an der Talsperre Gottleuba warnte er: Die zunehmenden Wetterextreme und der steigende Wasserbedarf seien "die Aufgabe der Stunde".
Denn die Herausforderungen wachsen: Häufigere Dürreperioden treffen auf Starkregen und Hochwasser. Gleichzeitig steigt der Bedarf, etwa durch Industrie, Tourismus sowie Land- und Forstwirtschaft. Experten rechnen sogar damit, dass künftig weniger Wasser zur Verfügung steht. Die Antwort der Staatsregierung ist das Programm "Zukunft Wasser für Sachsen". Parallel entsteht ein neues Niedrigwasserkonzept.
Geplant sind unter anderem eine digitale Plattform zur Dürre-Früherkennung sowie Maßnahmen, um Wasser besser in der Fläche zu speichern und verfügbar zu halten.
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6,7 Millionen Euro Bundesmittel flossen in den vergangenen Jahren in die Versorgungssicherheit - etwa für die Sanierung von Anlagen, Notstromlösungen und mobile Wassertransporter für Krisenfälle.
Für Béla Bélafi (52, CDU), Chef der Landesdirektion, ist klar: "Gerade in Katastrophenfällen ist eine verlässliche Wasserversorgung lebenswichtig."
Titelfoto: Montage: Holm Helis, Steffen Füssel