Süßer Zuwachs in Sachsen: Wurzen bekommt die Produktion des "Soft Cake"
Wurzen - Der "Soft Cake" kommt künftig aus Wurzen. Hersteller Griesson – de Beukelaer verlagert die Produktion vom Stammsitz Polch (Rheinland-Pfalz) nach Sachsen und baut in Wurzen zwei komplett neue Linien. Ein Besuch auf der Baustelle mit dem Wirtschaftsminister.
Staub, Schüttgutberge, Kanalrohre und jede Menge Hallenquadratmeter im Rohbau. Überall wird gesägt (man sieht's), geschweißt (man riecht's) oder Baumaterial transportiert ("Vorsicht!"). "Hier kommen die beiden Produktionslinien rein", erklärt Geschäftsführer Dany Schmidt (62).
Klein ist die Halle nicht - 230 mal 36 Meter - und doch ... "Das Produkt fährt permanent im Kreis, weil die Halle zu klein ist", sagt Technikchef Mike Hammer (60).
Noch ist davon nichts zu sehen. Vorerst steht nur der Rohbau, der Innenausbau läuft. Anfang 2027 soll es mit der ersten Linie losgehen, die zweite im Jahresverlauf dazukommen. Eine Einweihung ist für Mai 2027 vorgesehen, sagt Schmidt.
Für die Verlagerung der Produktion des "Griesson Soft Cake" investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro in Wurzen. 10,35 Millionen Euro steuert der Freistaat bei.
"Das ist gut angelegtes Geld", sagt Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD) zwischen den Fotos, weil Investitionen in schwierigen Zeiten wichtig sind. Und: "Weil viele Arbeitsplätze dadurch gesichert werden und neue entstehen."
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Gute Nachrichten für Wurzens Süßigkeitenfabrik!
Aktuell beschäftigt Griesson – de Beukelaer 270 Mitarbeiter am Standort, weitere hundert sollen dazukommen. Rund 20 Produkte werden derzeit in Wurzen gefertigt, darunter die bekannten "Erfrischungsstäbchen".
Das bekannteste Produkt ist allerdings die "Prinzenrolle", die unter dem Firmennamen "De Beukelaer" in den Verkaufsregalen zu finden ist und in Thüringen produziert wird.
"Und das ist das künftige Hochlager." Mike Hammer zeigt in die imposante Halle. Hier steht schon mehr als nur die Außenmauer. Die ersten Tests laufen gerade. Künftig soll hier alles automatisch funktionieren. In die schmalen Gänge dürfen ab 2027 nicht mal die Mitarbeiter.
"Wir sind im Zeitplan", betont Schmidt. Na dann kann ja nichts mehr schiefgehen. "Wir suchen noch Mitarbeiter", ergänzt Co-Geschäftsführer Pascal Haegel (72).
Titelfoto: Montage Susann Friedrich ; IMAGO

