Tausende Sachsen haben ein neues Geschlecht
Dresden - In Leipzig haben mehr Menschen ihren Geschlechtseintrag ändern lassen als in Dresden und Chemnitz zusammen.
Das geht aus einer Antwort des sächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Doreen Schwietzer (54) hervor (Drs. 8/6289).
Danach registrierte Leipzig seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes 1161 Änderungen, in Dresden waren es 525, in Chemnitz lediglich 227 (Sachsen gesamt: 2884 Änderungen).
Die häufigste Änderung war der Wechsel von weiblich zu männlich (38 Prozent). 307 der Antragstellenden waren zwischen 14 und 17 Jahre alt.
In mindestens 24 weiteren Fällen handelte es sich um Kinder unter 14 Jahren – die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da Chemnitz, Leipzig und der Vogtlandkreis diese Altersgruppe nicht gesondert erfassen.
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