Tourismus im Freistaat schwächelt, aber: Dänen gefällt Sachsen
Chemnitz/Kamenz - Der Tourismus schwächelt erstmals nach Corona wieder. Das Statistische Landesamt verzeichnete weniger Übernachtungen und weniger Jobs. Einzige Ausnahme: Chemnitz. Dort erlebte man einen Boom.
Die nackten Zahlen: Die Beherbergungsbetriebe zählten 2025 rund 19,7 Millionen Übernachtungen. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils rund 19,9 Millionen Übernachtungen.
Die größten Rückgänge gab es bei den ausländischen Gästen (-7,2 Prozent). Dazu ist anzumerken, dass vor allem Gäste aus der Schweiz und den Niederlanden (-10 Prozent) fernblieben - während Spanier und Dänen offenbar Sachsen erst entdeckten (+8 Prozent).
Regional betrachtet wurde mit -7,8 Prozent der stärkste Rückgang binnen Jahresfrist bei den Übernachtungszahlen in der Region Leipzig festgestellt. Zuwächse gab es in der Region Chemnitz-Zwickau (+9,6 Prozent). Chemnitz, das 2025 Europäische Kulturhauptstadt war, profitierte ganz eindeutig von diesem Titel.
Die Zahl der Beschäftigten im Tourismus ging um 0,3 Prozent zurück. Zum Stichtag Ende Juni 2025 waren demnach 64.500 Menschen in der Branche beschäftigt.
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Die Entwicklung im Tourismus ging mit einem kräftigen Preisanstieg (+2,2 Prozent) einher. Preistreiber waren dabei Bahntickets (im Schnitt +6,3 Prozent), Pauschalreisen (+4,6 Prozent) sowie Dienstleistungen in Gaststätten, Hotels und Pensionen (+3,6 Prozent).
Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa, IMAGO/Fotostand
