Infrastruktur-Offensive in Sachsen! 50 Millionen für Straßen, Schienen und Radwege

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Dresden - Die ersten Mittel aus dem Sachsenfonds kommen jetzt auf die Straße. Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) bekam dafür am Dienstag grünes Licht vom Kabinett. Insgesamt 50 Millionen Euro werden für Projekte im Bereich Straßen- und Radwegebau, Schiene und Mobilität bewegt. "Bessere Bedingungen für Menschen und Wirtschaft - das ist gut investiertes Sondervermögen", sagte die Ministerin.

Markierungsarbeiten für einen neuen Radweg. Die Planungen für Radschnellverbindungen sollen vorangebracht werden. (Symbolfoto)
Markierungsarbeiten für einen neuen Radweg. Die Planungen für Radschnellverbindungen sollen vorangebracht werden. (Symbolfoto)  © DPA

Der Sachsenfonds bündelt die Mittel, die Sachsen aus dem Bundes-Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" erhält. Kraushaar greift Kohle der Haushaltsjahre 2025/26 ab. Davon fließen 26 Millionen Euro in den Erhalt von Staatsstraßen. Löchrige Pisten an Knotenpunkten sollen geflickt werden. Die drängendsten Projekte sind bereits identifiziert. Kraushaar: "Wir wollen Wirkung organisieren. Straßen in Ordnung bringen, bevor noch größere Schäden entstehen." Mehr ist mit diesem Batzen Geld auch schlicht nicht möglich.

Jeweils acht Millionen Euro sollen dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Radverkehrsprojekten und der Schieneninfrastruktur zugutekommen. Dabei werden strategische Ansätze verfolgt: Die Mittel für den ÖPNV erhalten wohl die Dresdner Verkehrsbetriebe. Das Geld soll der Co-Finanzierung dienen, damit Fördermittel vom Bund und der EU für Großprojekte (Modernisierung, Barrierefreiheit, klimafreundliche Mobilität) eingesammelt werden können.

Beim Radwegebau strebt man an, Lücken zu schließen. Außerdem möchte man Projekte anschieben, von denen Schulkinder oder Pendler tagtäglich profitieren werden. Die Ministerin hat dabei das Erzgebirge auf dem Schirm. Immer mehr Menschen steigen dort aufs (E-)Bike, um Wege im Alltag zurückzulegen.

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Bei der Schieneninfrastruktur rücken die Elektrifizierung und der Ausbau der Strecke Dresden-Görlitz in den Blick. Ziel ist es, die Planungen für das Gesamtvorhaben fortzuführen. Kraushaar: "Wir versuchen so, den Bund etwas vor uns herzutreiben."

Sachsen will Löcher auf Staatsstraßen mit Mitteln aus dem Sachsenfonds stopfen. (Symbolfoto)
Sachsen will Löcher auf Staatsstraßen mit Mitteln aus dem Sachsenfonds stopfen. (Symbolfoto)  © imago images/Gutschalk
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KI-Modellprojekt in Südwestsachsen

Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) will bessere Bedingungen für Menschen und Wirtschaft schaffen.
Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) will bessere Bedingungen für Menschen und Wirtschaft schaffen.  © Thomas Türpe

Der Freistaat macht 150.000 Euro für ein KI-Modellprojekt in Südwestsachsen locker. In diesem Rahmen will man speziell mit mittelständischen Unternehmen zusammenarbeiten und individuelle Lösungen finden, die in den Betrieben Einsparpotenziale heben.

Erste Ergebnisse im Bereich Logistik sind da vielversprechend. Die Westsächsische Hochschule Zwickau und die Duale Hochschule Sachsen (Studienakademie Plauen) stehen als Partner bereit, um Impulse für Digitalisierungsprojekte in der Region zu geben.

So sollen Grundlagen geschaffen werden für spätere, größere Vorgaben. "Nicht zuletzt wollen wir mit diesem Projekt eine Brücke zur geplanten Bundesförderung bauen", so Kraushaar.

Titelfoto: Fotomontage (2): imago images/Gutschalk, Thomas Türpe

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