Trotz Risiko: Sachsens Herzpatienten wenig geimpft
Dresden - Mehr als die Hälfte der besonders gefährdeten Personen wie Pflegebedürftige oder Herzinfarktpatienten blieb in Sachsen 2023 ohne Grippeimpfung. Das geht aus dem aktuellen Barmer-Arzneimittelreport hervor.
Danach ließen sich im Freistaat nur 47,5 Prozent der über 60-Jährigen impfen. Das liege unter den Quoten von 2020 bis 2022, so die Krankenkasse.
Besonders niedrig ist die Quote bei den 60- bis 64‑Jährigen mit nur 28,3 Prozent. Den Schutz von Risikogruppen stufte die Kasse als unzureichend und alarmierend ein.
Bei Herzpatienten verbessere eine Grippeimpfung nachweislich die Überlebens-Chancen um 30 bis 40 Prozent, so Barmer-Landesgeschäftsführerin Claudia Beutmann (39).
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte eine Impfquote von insgesamt 75 Prozent empfohlen.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa