Trotz Risiko: Sachsens Herzpatienten wenig geimpft

Dresden - Mehr als die Hälfte der besonders gefährdeten Personen wie Pflegebedürftige oder Herzinfarktpatienten blieb in Sachsen 2023 ohne Grippeimpfung. Das geht aus dem aktuellen Barmer-Arzneimittelreport hervor.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Impfquote von insgesamt 75 Prozent. (Symbolfoto)
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Impfquote von insgesamt 75 Prozent. (Symbolfoto)  © Julian Stratenschulte/dpa

Danach ließen sich im Freistaat nur 47,5 Prozent der über 60-Jährigen impfen. Das liege unter den Quoten von 2020 bis 2022, so die Krankenkasse.

Besonders niedrig ist die Quote bei den 60- bis 64‑Jährigen mit nur 28,3 Prozent. Den Schutz von Risikogruppen stufte die Kasse als unzureichend und alarmierend ein.

Bei Herzpatienten verbessere eine Grippeimpfung nachweislich die Überlebens-Chancen um 30 bis 40 Prozent, so Barmer-Landesgeschäftsführerin Claudia Beutmann (39).

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte eine Impfquote von insgesamt 75 Prozent empfohlen.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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