Pony misshandelt: Tierpark Zittau rüstet nach Folter-Attacke auf

Zittau - Menschliche Abgründe taten sich in einer Septembernacht 2025 im Zittauer Tierpark auf. Unbekannte Täter verschafften sich Zutritt zum Gelände, drangen in den Stall von Pony Moni ein und misshandelten das Tier auf grausamste Weise.

Tierpark-Chefin Jessica Stegemann (31) will die Sicherheitsmaßnahmen weiter erhöhen.
Tierpark-Chefin Jessica Stegemann (31) will die Sicherheitsmaßnahmen weiter erhöhen.  © Raphael Sampedro

Die inneren Verletzungen waren so schwer, dass das 34 Jahre alte Pferdchen eingeschläfert werden musste. Im vergangenen Dezember folgte der nächste Einbruch, und die Angst bei Tierpark-Chefin Jessica Stegemann (31) kehrte zurück.

Der Tierschänder ist weiterhin nicht gefasst. "Die Ermittlungen dauern an", berichtet Polizeisprecher Kai Siebenäuger (45). Umso mehr ein Grund, die Einrichtung sicherer zu machen.

Unterstützer spendeten nach der grausamen Attacke auf das Pferd rund 62.000 Euro. Jessica Stegemann erhöhte mit dem Geld die Sicherheitsmaßnahmen, ein hiesiges Unternehmen stellte zwei Kamerasäulen auf.

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Doch offenbar schrecken auch diese Maßnahmen nicht ab.

Bilder der Überwachungskamera zeigen drei Einbrecher auf dem Zittauer Tierpark-Gelände. Mittlerweile ist klar: Sie suchten einen entlaufenen Hund.
Bilder der Überwachungskamera zeigen drei Einbrecher auf dem Zittauer Tierpark-Gelände. Mittlerweile ist klar: Sie suchten einen entlaufenen Hund.  © privat
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Für einen neuen Zaun fehlt das Geld

Dieser marode Zaun stellt für Einbrecher kaum ein Hindernis dar.
Dieser marode Zaun stellt für Einbrecher kaum ein Hindernis dar.  © Raphael Sampedro
Im März soll weitere Überwachungstechnik installiert werden.
Im März soll weitere Überwachungstechnik installiert werden.  © Raphael Sampedro

So spazierten am 28. Dezember gegen 3 Uhr nachts drei Menschen über das Tierparkgelände: "Der Tierpark ist komplett eingezäunt, aber der marode Holzzaun ist nur 1,50 Meter hoch. Man kann einfach drüberspringen", so die Chefin.

Doch für einen neuen Zaun fehlt das Geld. Allein die Materialkosten belaufen sich dabei auf rund 100.000 Euro, um die etwa 1500 Meter des Geländes vollständig zu sichern.

Weitere Kameras werden in einem Monat installiert. Auch dafür wird das gespendete Geld verwendet: "Nach Abzug dieser Kosten fehlen uns rund 70.000 Euro für den neuen Zaun", konstatiert Stegemann.

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Die Stadt will dem Tierpark "selbstverständlich helfen", sei es "durch direkte Finanzierungsbeteiligung, bei der Suche nach Fördermitteln und Sponsoren oder bei der Vorbereitung der notwendigen Baumaßnahmen", erklärt ein Stadtsprecher.

Eine konkrete Summe könne jedoch wegen der bereits abgeschlossenen Haushaltsplanungen zurzeit noch nicht in Aussicht gestellt werden. Auch in Zukunft hilft also jeder gespendete Euro. "Je mehr Eigenmittel wir mitbringen, desto höher wird die Förderung ausfallen können", erklärt die Chefin. Infos: tierpark-zittau.de

Titelfoto: Raphael Sampedro

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