Tunnel-Pläne vom Tisch! Neue Agra-Brücke soll in einigen Jahren fertig sein

Markkleeberg - Die Pläne für den Bau eines Tunnels als Ersatz für die marode Agra-Brücke sind endgültig vom Tisch. Jetzt präsentierte Verkehrsministerin Regina Kraushaar (61, CDU) ihren Rettungsplan für das Bauwerk.

Ein Tunnel anstelle einer neuen Agra-Brücke in Markkleeberg wäre zu teuer geworden und hätte zudem viel länger gedauert, sagt die Verkehrsministerin.
Ein Tunnel anstelle einer neuen Agra-Brücke in Markkleeberg wäre zu teuer geworden und hätte zudem viel länger gedauert, sagt die Verkehrsministerin.  © Jan Woitas/dpa

"Wir müssen die Agra-Brücke in Markkleeberg so schnell wie möglich erneuern", so die Ministerin.

Aufgrund des schlechten Bauzustandes ordneten Prüfer Sofortmaßnahmen an: Jede Brückenseite darf nur noch einspurig mit Fahrzeugen bis maximal 3,5 Tonnen Gewicht befahren werden. Außerdem gilt ein Tempolimit von 50 km/h.

Die Prüfer gaben der Agra-Brücke eine "Galgenfrist". Drei Monate hat das Ministerium, um eine Vollsperrung der Brücke abzuwenden.

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Die Zeit wird genutzt, um bis Ende Februar den östlichen Brückenzug mit sogenannten Pendelstützen zu ertüchtigen. Die Stützen verringern die Spannweiten zwischen den Pfeilern auf sieben Meter (jetzt 21 Meter).

"Die Techniker sagen, damit kann die Brücke nicht mehr einstürzen", so Kraushaar.

Fertigstellung der Agra-Brücke bis 2031

Verkehrsministerin Regina Kraushaar (61, CDU) bittet Autofahrer um Geduld. Die neue Agra-Brücke soll bis Ende 2031 stehen.
Verkehrsministerin Regina Kraushaar (61, CDU) bittet Autofahrer um Geduld. Die neue Agra-Brücke soll bis Ende 2031 stehen.  © Thomas Türpe

Die Planung für den Abriss und den Ersatzneubau ist bereits ausgelöst. Die Ministerin: "Wir planen den Abriss des westlichen Brückenzuges in 2027, um dann den Neubau zu errichten. Ab 2029 soll dann der östliche Brückenzug abgerissen und anschließend erneuert werden."

2031 möchte man alle Baumaßnahmen abgeschlossen haben.

Kraushaar rechnet mit Kosten von 50 Millionen Euro für den Ersatzneubau. Ein Tunnel an der Stelle hätte insgesamt rund 190 Millionen gekostet.

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Wobei unklar ist, ob für so ein Bauwerk überhaupt an Ort und Stelle Baurecht hätte hergestellt werden können.

Titelfoto: Bildmontage: Jan Woitas/dpa ; Thomas Türpe

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