Verfassung von Sachsen gibt es jetzt in einfacher Sprache

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Dresden - Sachsens Verfassung gibt es jetzt in leichter Sprache für Menschen mit Beeinträchtigungen oder eingeschränkten Sprachkenntnissen. Als viertes deutsches Bundesland brachte der Freistaat eine DIN-geprüfte Edition seiner Verfassung heraus.

Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU, r.) und Sachsens Inklusions-Beauftragter Michael Welsch (58) bei der Vorstellung der Verfassung in Leichter Sprache.
Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU, r.) und Sachsens Inklusions-Beauftragter Michael Welsch (58) bei der Vorstellung der Verfassung in Leichter Sprache.  © Petra Hornig

"Inklusion und Demokratie, das sind zwei Seiten ein- und derselben Medaille", sagte am Dienstag Sachsens Inklusionsbeauftragter Michael Welsch (58) bei der Vorstellung des Werkes. Er ist überzeugt: Die Verfassung in einfacher Sprache hilft einem großen Kreis von Menschen, ihre Rechte zu kennen und wahrzunehmen.

Welsch nutzte die Gelegenheit und warnte davor, Inklusion als Ideologieprojekt zu verunglimpfen. Wer das tut, "tastet die Menschenwürde an". Landtagspräsident Alexander Dierks (38, CDU) sieht in dem Werk eine Chance, "Teilhabe zu verbessern".

Er kann sich gut vorstellen, dass künftig auch Zusammenfassungen von Gesetzen und Landtagsbeschlüssen auf der Homepage des Parlamentes in leichter Sprache veröffentlicht werden.

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Kostprobe: Artikel 1 der Verfassung im Original. "Der Freistaat Sachsen ist ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Er ist ein demokratischer, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Kultur verpflichteter sozialer Rechtsstaat."

An der Vorstellung der Verfassung in Leichter Sprache nahmen auch Behinderte teil. "Gesetze sind oft schwer verständlich", beklagte bei der Gelegenheit Marcel Scharfe (42, 3.v.r.).
An der Vorstellung der Verfassung in Leichter Sprache nahmen auch Behinderte teil. "Gesetze sind oft schwer verständlich", beklagte bei der Gelegenheit Marcel Scharfe (42, 3.v.r.).  © Petra Hornig
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In leichter Sprache heißt es: "Sachsen kann eigene Gesetze machen. Dabei muss Sachsen aber die Gesetze beachten, die in Deutschland gelten. In Sachsen entscheiden die Menschen gemeinsam. Das heißt Demokratie."

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig

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