Hartmannsdorf-Reichenau - Ungewöhnlicher Anblick im Osterzgebirge! Besucher können an der Talsperre Lehnmühle derzeit beobachten, wie eine Ortschaft wieder auftaucht.
So lässt die extreme Trockenheit den Wasserspiegel immer weiter sinken und dadurch das alte Dorf Steinbrückmühle zum Vorschein kommen. Es wurde im Jahr 1932 der Talsperre geopfert und verschwand in den Fluten.
Erhalten blieb etwa eine Steinbogenbrücke, die sich normalerweise rund 15 Meter unter der Wasseroberfläche befindet. Der Fall, dass sie zu sehen ist, trat nach 1974/75 und der historischen Dürre 2018 sowie einem kurzzeitigen Erscheinen im August 2020 nun zum erst vierten Mal ein.
Auch steinerne Überreste von Mühle und Gasthof sind bei entsprechendem Wasserstand erkennbar.
Bereits vor acht Jahren pilgerten Scharen nach Hartmannsdorf-Reichenau, um die Ruinen des Dorfes zu betrachten.
Schaulustige sollten jedoch beachten, sich wegen der aufgeweichten Flächen nicht zu nah ans Ufer zu begeben. Auch warnt die Landestalsperrenverwaltung vor dem Betreten der einsturzgefährdeten Brücke.