Verzweiflung aus Dubai: Sächsische Touristen und Influencer hängen fest
Dubai (Vereinigten Arabischen Emiraten) - Gestrandet im Urlaubs-Paradies: Seit Beginn des Kriegs im Iran sitzen auch in Dubai zahlreiche Reisende fest. Flüge fallen aus, Verbindungen werden gestrichen – doch vor Ort wirkt es etwas ruhiger als befürchtet.
Für Reisebus-Fahrer Amer Abu-Raya (45) vom Bautzener Reisebüro "ATeams" kam der Schock kurz vor der Heimreise: Sein Flug nach Deutschland am Sonntag wurde gestrichen.
"Ja, natürlich hab ich Sorge, denn ich habe einen dringenden Termin in Deutschland." Nun versucht er, über den Oman auszureisen, organisiert eine Busfahrt von mehr als sechs Stunden und Anschlussflug.
Während am Flughafen Chaos herrscht, erlebt er in der Stadt vor allem Normalität: "Alles läuft hier normal. Die Geschäfte sind offen und Menschen laufen einfach auf der Straße herum. Ich hab auch eine Stadtrundfahrt gemacht."
Auch Dresdner und Auswanderer Danilo Schmidt (41) hat nach den Angriffen Vorkehrungen getroffen: "Im ersten Moment ist man im Kriegszustand. Da gehen Millionen Gedanken durch den Kopf."
Als Raketen über seinem Haus abgewehrt wurden, entschied er: "Das war der Moment, wo wir handeln mussten." Mit seiner Familie ist er über Umwege auf dem Weg nach Dresden. Trotzdem ist er beeindruckt, wie entspannt die Situation in Dubai ist.
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Die sächsische Influencerin Christina Fischer zeigt aktuelle Einblicke aus Dubai
Influencerin Christina Fischer zog sich ebenfalls vorsorglich zurück: "Es ist sicher hier und nichts passiert." Trotzdem hat sie sich in der Stadt nicht mehr wohlgefühlt und ist in die Berge geflohen.
Die ehemalige Sächsin, die seit einigen Jahren in Dubai lebt, teilt auf Instagram regelmäßig ihr Leben und gab so auch Einblicke in die Lage vor Ort.
In Sachsen verfolgen Reisebüros aktuell engmaschig die Lage. "ATeams"-Vize-Chef Patrik Lehmann (48) ist froh, dass aktuell keine Gäste vor Ort sind, ist aber unsicher, ob "eine geplante Reise in den nächsten Wochen stattfinden kann."
Kathrin Korfmacher-Pollul (57) von Korfi Tours betont hingegen: "Das größere Problem sind Reisende aus Asien oder Australien, die gerade nicht über die Drehkreuze Abu Dabi oder Dubai zurückkommen können."
Titelfoto: Fotomontage/privat/Altaf Qadri/AP/dpa/Instagram/jyl.optics

