Aus dem Vogtland in die Antarktis: Sieben Expeditionsschlitten aus Sachsen starten zum Südpol
Pöhl - Vom Vogtland zum Südpol: Ein Maschinenbauunternehmen aus Pöhl hat sieben Expeditionsschlitten entwickelt, die für Expeditionen in extrem kalten Regionen benötigt werden. Am Donnerstag wurden die Gefährte verladen, um in die Antarktis transportiert zu werden.
So speziell die Umweltverhältnisse für die Mega-Schlitten sind, so besonders sind auch deren Maße: Jedes Exemplar misst 9,16 mal 2,50 Meter, kann bis zu 25 Tonnen Gewicht tragen und für Außentemperaturen bis zu -50 Grad eingesetzt werden.
Der Zweck: "Alles transportieren, was auf einem Schneegebiet von A nach B muss", erklärt Marketing-Chef Marko Frost (46) von der Lehmann-UMT GmbH.
Auf den Schlitten können dann Gerätschaften aller Art für Projekte in der Eiswüste mitgenommen werden. Darunter fallen zum Beispiel Wohn- und Transportcontainer, Expeditionsmaterial sowie Raupenfahrzeuge. Die Abteilung Transfertechnik der Lehmann-UMT hat die Schlitten entwickelt.
Der Auftraggeber für die sieben Vehikel ist White Desert, ein Unternehmen, das Camps und Standorte auf dem Eis-Kontinent organisiert. Am Donnerstag wurden die Schlitten in Weischlitz zum Abtransport fertig gemacht. Dann geht es vom Vogtland nach Bremerhaven und von dort per Schiff nach Kapstadt (Südafrika).
Danach werden die Gefährte nach Antarktika verschifft. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Schlitten - von der Idee über die Fertigung bis hin zur Montage - vollständig im Vogtland entstanden sind und in wenigen Wochen am Südpol ihre Mission erfüllen werden", sagt Geschäftsführer Titus Lehmann (49).
Titelfoto: Bildmontage: LEHMANN - UMT GmbH, Kristin Schmidt
