Zwei Monate nach Badeunglück: Taucher entdecken Leichen in Talsperre Pöhl
Pöhl - Nun ist es traurige Gewissheit: Die beiden vermissten Schwimmer (28, 41) in der Talsperre Pöhl im Vogtland sind tot. Die Polizei bestätigte das am Donnerstagnachmittag.
Laut der Mitteilung der Polizeidirektion Zwickau waren erneut Taucher der sächsischen Bereitschaftspolizei an der Talsperre im Einsatz. Sie entdeckten die beiden leblosen Personen, die noch am Nachmittag aus dem Gewässer geborgen werden konnten.
"Bei den beiden Personen handelt es sich um die beiden Männer, die seit dem 28. Juni 2026 nach einem Badeunglück auf der Talsperre Pöhl vermisst wurden", so ein Polizeisprecher.
Die beiden Männer waren an dem Sonntag Ende Juni zusammen mit einer Frau (27) in einem Tretboot auf der Talsperre unterwegs gewesen. Die Zwei gingen dann ins Wasser und waren seitdem spurlos verschwunden.
Damals vermutete man, dass starke Strömung die Schwimmer abgetrieben hatte. Die 27-Jährige fuhr mit dem Boot zurück zum Ufer.
Suche wurde erschwert
Seit dem tragischen Verschwinden gab es mehrere Suchaktionen an und in der Talsperre. Neben Tauchern und Suchhunden wurde auch die Wasseroberfläche mit einer Drohne abgesucht.
Die Größe des Stausees und zum Teil auch die Wassertiefe machten die Suche schwierig, da im tieferen Wasser die Sichtverhältnisse nicht sehr gut sind. "Die Talsperre ist sehr dunkel", so Polizeisprecher Alexander Borgis (36) von der Bereitschaftspolizei in Leipzig.
Bei der Suche wurde auch ein Sonar eingesetzt, was Auffälligkeiten registriert. Aber: "Die schlechten Sichtverhältnisse erschweren den Einsatz der Taucher bei der Überprüfung der auffälligen Sonarbilder", so Borgis weiter.
Titelfoto: Ellen Lieber
